Egeln/Wolmirsleben l „Sie sind beide aus dem Krankenhaus entlassen worden“, sagt Einsatzleiter Carsten König von der Feuerwehr Wolmirsleben. Bei einem schweren Getreidefeldbrand in der Nacht zu Samstag waren zwei Wolmirslebener Kameraden ins Krankenhaus gebracht worden. Sie hatten eine Rauchgasvergiftung. Sie konnten aber am Samstag schon wieder entlassen werden. „Es geht ihnen gut“, so Carsten König.

Baum in Wolmirsleben neu entzündet

In Wolmirsleben brannte ab 0.30 Uhr ein Getreidefeld über fünf Hektar. „Es waren sehr hohe Flammen, die man schon von der Ortsmitte aus gesehen hat“, so Carsten König. Das Feuer drohte auf den Wertstoffhof und ein Haus überzugreifen. Es brannte übrigens außerdem noch kein Schuppen, sondern ein Zaun. Anders als bei einem Gebäude konnten die Feuerwehrleute wegen der Größe des Brandes hier nicht mit Atemschutzgeräten arbeiten.

Der Einsatz für die neun Wolmirslebener Kameraden ging bis 4 Uhr am Samstag. Eine Stunde später rückten sie nochmal aus. „Ein Baum hatte sich am Abhang zum Wertstoffhof nochmal entzündet“, so Carsten König. Der Landwirt hat am nächsten Morgen den abgebrannten Acker umgegraben.

Zwei Mal Nachlöschen in Scheune

Auch die Egelner Kameraden hatten am Samstag noch zu tun. Die Scheune, die in der Ascherslebener Straße gebrannt hatte, musste am Samstagvormittag und -abend nachkontrolliert werden. „Wir mussten Nachlöscharbeiten durchführen. Denn in der Scheune waren Heuballen gelagert und das Dach war eingestürzt. Man kam also schwer an die Glutnester heran. Am Samstag war noch einmal Rauch entstanden, aber zum Glück kein Feuer“, sagt Einsatzleiter Patrick Drebenstedt von der Feuerwehr Egeln.

Nur die Außenmauern blieben von der Scheune übrig. Das ganze Futter des Eigentümers wurde mit einem Schlag vernichtet. Auf dem Hof waren während des Einsatzes auch Ziegen, die der Besitzer einfing und einpferchte.

Für die 19 Kameraden aus Egeln war es eine sehr anstrengende Nacht. „Wir wurden drei Mal hintereinander alarmiert. Das war schon sehr anstrengend“, sagt Patrick Drebenstedt. Mit den 84 Kameraden aus Hakeborn, Westeregeln, Etgersleben, Unseburg, Schneidlingen, Groß Börnecke und Hecklingen habe die Zusammenarbeit super funktioniert.