Glöthe l Im Januar hat sich der Heimatverein in Glöthe gegründet. In dieser Woche wollen seine Mitglieder richtig durchstarten und die ersten Aktionen im Dorf anschieben. Der Auftakt ist gemacht. Am Sonntag führte Hobby-Chronist Heinz Skuhrovec eine Gruppe von interessierten Glöthern durch den Ort. Eigentlich, so berichtet Vereinschef Mario Pape, hatten die Ehrenamtlichen eine Radtour geplant. „Doch die Witterung hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht: Plötzlich war der Winter wieder da.“ Sich bei Schnee und Eis in die Pedale zu schwingen, wäre für alle zu gefährlich und wegen des Windes auch nicht angenehm gewesen. Weil der Heimatverein aber angetreten ist, um im Ort etwas zu bewegen, ließ man sich von den Wetterkapriolen nicht einschüchtern. Im Gegenteil: Kurzerhand gab es die Programmänderung und der Rundgang wurde organisiert. „Wir sind Sonntag durch das Dorf gewandert und folgten dabei den wirklich interessanten Ausführungen zu Plätzen, Straßen und Gebäuden“, berichtet der Vorsitzende. „Die, die nicht dabei gewesen sind, haben wirklich etwas verpasst.“ Denn Heinz Skuhrovec wusste nicht nur historische Fakten zu berichten, sondern kannte auch die eine oder andere Anekdote.

Viel Elan

Dass aus der Not eine Tugend gemacht werden konnte, freut Mario Pape ganz besonders. „Der Verein hat sich schnell etabliert und in seinen Reihen sind Mitglieder, die sich mit vielen eigenen Fähigkeiten und Vorstellungen praktisch und ideell einbringen. Ich bin froh, dass alles so gelingt, obwohl wir noch eine junge Truppe sind.“

Aus diesem Geist heraus, berichtet Mario Pape, werde auch die Aktionswoche fortgesetzt. Wegen des Wintereinbruchs muss es zwar noch weitere Änderungen geben. Denn es war auch geplant, dass am 19. März ein Arbeitseinsatz mit Farbe und Pinsel in der Kindertagesstätte stattfinden sollte, am Donnerstag wollten die Ehrenamtlichen und ihre Helfer Blumenkübel in der Ernst-Thälmann-Straße bepflanzen. Beides ist abgesagt und wird wie die Radtour zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Bei einer internen Versammlung wolle man sich auf neue Termine verständigen, so Mario Pape. Als weitere Vereinsaktionen stehen aber die Filmvorführung am Freitag und die Aufräumaktion am Sonnabend fest. Der Film knüpfe dabei gut an die Führung von Sonntag an, beleuchtet ein weiteres Kapitel Ortsgeschichte. Das Aufräumen sei wiederum ganz aktuell und zeige das Verantwortungsbewusstsein im Heute. Genau das will der Verein für Glöthe: Traditionen bewahren und in der Gegenwart Lebendigkeit schaffen. Dafür hat man viele Pläne wie ein Heimatfest oder die Beteiligung am Salzlandradeltag.

Anpacken

Die Woche jetzt stehe dafür ganz bildlich. Mario Pape berichtet, dass bereits am Tag der Vereinsgründung von Mitglied Heike Schattschneider die Idee für die Aktionswoche geboren wurde. Dabei gehe es nicht nur vordergründig um die Öffentlichkeitsarbeit, sondern wirklich um die Sache. „Wir haben uns zusammengefunden, um im Ort etwas zu schaffen.“ „Dornröschenschlaf“ sei gestern gewesen, jetzt sollen die Ärmel hochkrempelt werden und Taten folgen. Gleich nach der Abstimmung über die Aktionswoche habe sich auch ein Organisationteam gebildet und Schwerpunkte gesetzt. So kam man auf Kita, Park und Co. „Es gibt überall Möglichkeiten, anzupacken und das aufzugreifen, was manchmal gar nicht mehr als veränderbar oder sogar verbesserbar wahrgenommen wird, sagt der Vereinschef. Engagement gegen „Betriebsblindheit“ also. Dabei sei jeder willkommen - als Gast wie auch in den Vereinsreihen. Die Ehrenamtlichen freuen sich, wenn die Aktionen des Heimatvereins angenommen werden und wenn sich auch weitere Mitstreiter finden.

Tipps

Am Freitag, 23. März, zeigt der Heimatverein ab 18 Uhr im Bürgerhaus in Glöthe einen Film. Das Video ist zur 750-Jahr-Feier des Ortes im Jahr 1976 entstanden. Vereinsmitglieder haben das Material zusammengetragen. Der Abend verspricht eine spannende Zeitreise und weckt sicherlich viele schöne Erinnerungen.

Einen Tag später, am Sonnaben, 24. März, startet die Aufräumaktion im Glöther Park und in der Umgebung. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Parkplatz des Parkes. Anschließend ist gemütliches Beisammensein.