Hecklingen l Die Inbetriebnahme der Einrichtung, in der Menschen mit einer seelischen Beeinträchtigung künftig leben werden, ist für den 1. Februar anvisiert. Das Gebäude ist eine neue Außenwohngruppe, in die der Träger, die Lebenshilfe „Bördeland“ gGmbH, zusätzlich zum Wohnheim am Wachtberg und einem Therapiezentrum in der Schulstraße jetzt zentral in der Ortsmitte investiert hat. Geschäftsführer Stefan Labudde informierte im Gespräch mit der Volksstimme, dass das Haus im Januar weiter komplettiert wird. Er zeigte sich sehr zufrieden. Es sehe super aus und auch ein weiterer Rundgang mit dem Architekten kurz vor Weihnachten habe deutlich gemacht, dass sich das Ergebnis sehen lassen kann. „Wunderbare Wohnungen und Wohnräume sind entstanden“, sagte Labudde. „Jetzt hoffen wir, dass die Behörden uns grünes Licht geben, dass der Umzug am 1. Februar starten kann. Wir arbeiten daran und versuchen das hin zu bekommen“, so Labudde. Baukosten sind seinen Ausführungen zufolge wie geplant angefallen. Insgesamt investierte die Lebenshilfe rund 800.000 Euro in die Immobilie, die einen Vorgängerbau „Zum schiefen Tal“ im Hecklinger Wohngebiet „Pfarrbreite“ ablösen wird.

Tag der offenen Tür

Labudde kündigte weiter an, dass für die interessierte Öffentlichkeit auf jeden Fall ein Tag der offenen Tür zur offiziellen Einweihung stattfinden wird. Vorher werden im Januar noch weitere kleinere Arbeiten stattfinden. Maler und Fußbodenleger sind noch beschäftigt, die Küchen müssen noch angeliefert und aufgebaut werden. Umzüge sind vorzubereiten. Die Bauendreinigung steht an.

Im Moment ist die Vorfreude auf das neue Haus auch bei den künftigen Bewohnern der alten Außenwohngruppe in der Pfarrbreite, die dort schon seit vielen Jahren leben, groß, weiß Wohnstätten-Leiter René Wullstein. Er berichtet, dass mit dem neuen Gebäude ein ganz besonderes Wohnen, das auch die Förderung der Therapie maßgeblich im Blick hat, möglich wird.

Mehr Fläche

Denn auch mehr Fläche stehe zur Verfügung. Alles sei offener und heller. Von weiteren Kapazitäten ist die Rede. Das heißt, dass im Obergeschoss zukünftig sechs Leute wohnen können. Und im Erdgeschoss sind vier weitere Plätze verfügbar. Das Besondere im unteren Bereich ist eine sogenannte Trainingswohnung. „Diese ist für Bewohner gedacht, die das selbstständige Leben dort komplett allein üben können.“ Das sei der letzte Schritt vor dem großen Ziel, völlig allein zu wohnen.