Egeln/Westeregeln/Wolmirsleben l Auch in den drei Grundschulen der Egelner Mulde in Egeln, Westeregeln und Wolmirsleben sowie an der Sekundarschule Egeln und der Basisförderschule „Am Park“ in Wolmirsleben hat gestern wieder der Unterricht begonnen. Am Sonnabend werden insgesamt 97 Abc-Schützen eingeschult.Den größten Zuwachs erhält die Grundschule „Vier Jahreszeiten“ in Egeln. „Wir schulen insgesamt 38 Mädchen und Jungen ein“, sagte Schulleiterin Mandy Nagel. Daraus ergeben sich dann zwei neue Klassen mit 17 und 19 Kindern. Dann lernen an diesem Standort insgesamt 144 Schüler.

In Westeregeln werden am Sonnabend 26 neue Schüler in einer Klasse aufgenommen, informierte Schulleiterin Kerstin Krüger. Die Gesamtschülerzahl gab sie mit 112 an.

23 Abc-Schützen in zwei Klassen werden es in Wolmirsleben sein, sagte Schulleiterin Silke Schatz, die dann für insgesamt 108 Mädchen und Jungen verantwortlich ist. Die Grundschule feiert die Einschulung traditionell gemeinsam mit der benachbarten Basisförderschule „Am Park“. Letztere erhält an diesem Tag zehn neue Schüler, die künftig in zwei Klassen unterrichtet werden, informierte Schulleiterin Silke Rausch.

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Die Einschulungsfeiern finden morgen an allen drei Standorten jeweils um 10 Uhr statt. In Egeln marschieren die Abc-Schützen zuvor mit Bürgermeister Reinhard Luckner (UWGE) traditionell von der Kindertagesstätte „Bördespatzen“ am Rathaus vorbei zur Schule.

Erneuerungen

In den Sommerferien herrschte in den drei Grundschulen, die sich in Trägerschaft der Verbandsgemeinde befinden, keine Ruhe. „In Westeregeln wurde die noch aus DDR-Zeiten stammende Küche komplett erneuert. Dort erfolgten Fliesenleger- und Malerarbeiten. Zudem wurden neue Küchenmöbel aufgestellt“, sagte die Haupt- und Ordnungsamtsleiterin Dagmar Witzke und fügte hinzu: „Die Arbeiten wurden mit Hilfe der Investitionspauschale der Verbandsgemeinde finanziert. Allein die Küchenmöbel schlugen mit rund 8000 Euro zu Buche.“

„In Egeln waren wir auch nicht untätig. Dort wurde ein Bolzplatz geschaffen und die Spielgerätekonstruktion ausgetauscht. Jetzt ist es passend für die Grundschule“, sagte Verbandsgemeinde-Bürgermeister Michael Stöhr (UWGE). Bei der gestrigen Einweihung hob er als vorteilhaft hervor, dass dort der in jedem Schuh landende Sand gegen Fallschutzkies ausgetauscht wurde. „Bisher konnten die Reinigungskräfte jeden Tag aus fast jedem Klassenzimmer einen Eimer Sand rausholen. Das war nicht gut für die Fußböden“, sagte Stöhr. Der Boden am Bolzplatz besteht aus Gummimatten, so dass ein Sturz dort keine großen Wunden mehr hinterlassen dürfte.

„Hier sind insgesamt rund 50.000 Euro reingeflossen. Die Hälfte davon kam aus dem Haushalt der Verbandsgemeinde für 2016“, sagte Stöhr kurz vor dem obligatorischen Scherenschnitt, zu dem er die Kinder einlud. Danach waren sie trotz einiger kleiner Regentropfen nicht mehr zu halten.

„Das ist eine Investition, die sich gelohnt hat“, freute sich Schulleiterin Mandy Nagel. Der Bolzplatz, auf den die Kinder lange Zeit warten mussten, war vorher nur ein Schlammplatz, sagte Stöhr. Bei Regenwetter konnten die Kinder dort nicht Fußball spielen.

In Wolmirsleben, wo die Verbandsgemeinde mit Hilfe des Förderprogramms Stark V insgesamt rund
760.000 Euro investiert, um das 1984 errichtete Schulgebäude auf den aktuellen Stand der Technik bringen zu können, lief es sehr gut in den Sommerferien, schätzte der Verbandsgemeinde-Bürgermeister ein. „Wir liegen dort im Zeitplan. Die gröbsten Arbeiten sind erledigt. Die Heizungsanlage wurde erneuert und die Elektroanlage ausgetauscht. Seit dem vergangenen Donnerstag laufen die Reinigungsarbeiten. Damit sind drei von vier Bauabschnitten fertig“, sagte Stöhr.

Man habe Provisorien schaffen müssen. Trotzdem werde der Unterricht ganz normal stattfinden mit gewissen Einschnitten. Auch Schulleiterin Silke Schatz, die in der Ferienzeit mit ihrem Büro Unterschlupf im Bürgerbüro der Gemeinde gefunden hatte, ist wieder an ihrem gewohnten Schreibtisch zurück.

Internet

„Somit kann die Verbandsgemeinde Schritt für Schritt die Lern- und Spielbedingungen an den Grundschulen verbessern“, sagte Stöhr. Das sei nur möglich, weil der Verbandsgemeinderat dahinter stehe. Dieser hatte sich bei der Haushaltsberatung auch dafür ausgesprochen, die 40.000 Euro aus der Investitionspauschale, die für den Kauf eines neuen Mannschaftstransportwagens (MTW) für die Ortswehr Wolmirsleben eingeplant waren, den Grundschulen zur Verfügung zu stellen, wenn das Geld für den ursprünglichen Zweck nicht benötigt wird. Die Aufteilung sei entsprechend der Kinderzahl erfolgt, sagte Witzke. Dadurch hätten die Schulleiter die Möglichkeit in den nächsten Monaten Neuanschaffungen vorzunehmen.

Ihren Worten zufolge bereiten sich die Verbandsgemeinde und die Schulen auf das Förderprogramm „IT macht Schule“ vor. Dabei geht es um den zielgerichteten Einsatz des Internets und der neuen Medien im Unterricht. Dazu werde gemeinsam ein Konzept erarbeitet. „Wir werden versuchen das umzusetzen, um die Schüler fit zu machen für die weiterführenden Schulen“, kündigte Witzke an. Die Verwaltung werde dazu einen Förderantrag stellen.