Westeregeln l Sie sollten von der Gemeinde einen Handzettel im Postkasten finden. Dabei handelt es sich um einen Flyer, auf dem die vier möglichen Varianten für das neue Wappen mit den entsprechenden Erläuterungen vermerkt sind. Die Vorlagen dazu hat der Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch angefertigt. Er hat dabei Teile der Wappen der drei bis 2009 eigenständigen Gemeinden sowie Hinweise des Gemeinderates einfließen lassen.

In dem Flyer verwies der Bürgermeister darauf, dass die Gemeinde Börde-Hakel die einzige Kommune im Landkreis sei, die noch kein Wappen führt. „Das wollen wir ändern und ein heraldisch korrektes Symbol etablieren, das die Identität unserer drei Ortschaften ausdrückt“, so Großheim.

Bei den von Mantzsch vorgelegten Entwürfen handele es sich um genehmigungsfähige Vorschläge. Der Gemeinderat bitte die Bürger, ihre Meinung per Kreuz kundzutun und die so gekennzeichneten Zettel bis heute zurückzugeben. Sie müssen in den Gemeindepostkästen der Ortsteile eingesteckt werden. Diese befinden sich in Hakeborn Am Anger 2, in Etgersleben am Geschwister-Scholl-Platz 2 und in Westeregeln im Rathaus in der Maxim-Gorki-Straße 1a.

Die Varianten 1 und 2 setzen sich aus Teilen der ehemaligen drei Gemeindewappen zusammen. Variante 3 und 4 zeigen Symbole der drei Dörfer und stellen mit den Eicheln den Bezug auf den Hakel, welcher nicht nur namensgebend für die Gemeinde war, sondern laut Großheim auch einer der größten Eichenbestände Deutschlands sei. Die drei Eicheln stünden hierbei paritätisch in gleicher Größe auch für die drei Ortsteile.

Die endgültige Auswahl sollen dann die gewählten Gemeindevertreter treffen. „Die zurückgegebenen Zettel der Bürger sollen dem Gemeinderat, der in dieser Frage das letzte Wort hat, bei der Entscheidungsfindung helfen“, sagte Bürgermeister Axel Großheim gegenüber der Volksstimme.

Auf Variante 1 und 2 geeinigt

Er verwies darauf, dass zu der von ihm eigens zu diesem Thema einberufenen Arbeitsberatung am 30. März leider nur die vier Gemeinderäte Manfred Püchel (SPD), Detlef Kasten (Sportfreunde Börde-Hakel), Eckard Christel und Günter Harms (beide CDU) anwesend gewesen seien. „Einige Räte haben sich entschuldigt. Jedoch hat der größte Teil unentschuldigt gefehlt“, so Bürgermeister Großheim.

An diesem Tag hätten sich die Anwesenden im Beisein von Jörg Mantzsch auf die beiden Varianten 1 und 2 geeinigt.

Großheim: „Da ich auf Grund der geringen Zahl anwesender Räte das Ergebnis nicht repräsentativ finde, habe ich die bereits vorher beratenen Varianten 3 und 4 mit in die Auswahl genommen. Morgen entscheiden wir in der Gemeinderatssitzung in Westeregeln, welches aus den vier Varianten unser Wappen für die Gemeinde Börde-Hakel wird.“