Egeln l „Man kann inzwischen von einer schönen Tradition sprechen“, sagte der Verbandsgemeinde-Bürgermeister Michael Stöhr (UWGE) bei der Begrüßung der 200 Konzertfreunde in der bis auf den letzten Platz besetzten Aula des Schulzentrums. Er sei ganz stolz auf diesen ersten musikalischen Höhepunkt des Jahres in Egeln. „Man muss deshalb nicht nach Magdeburg oder Bernburg fahren“, sagte der Kommunalpolitiker. Dass diese Veranstaltungsreihe inzwischen einen festen Platz im Kulturleben der Verbandsgemeinde Egelner Mulde eingenommen hat, beweist die Tatsache, dass die Karten auch dieses Mal wieder weggegangen waren wie die warmen Semmeln.

Den Konzertfreunden versicherte Michael Stöhr: „Es wird im nächsten Jahr weiter gehen.“ Die entsprechenden Vereinbarungen mit dem Orchester für das zehnte Neujahrskonzert im Januar 2019 seien bereits getroffen worden. Der Termin für den Ticketvorverkauf werde rechtzeitig bekannt gegeben. Stöhr sagte, er werde sich darum bemühen, die Platzkapazität im nächsten Jahr um weitere 40 Stühle zu erhöhen. Mehr sei jedoch nicht möglich.

"The Show must go on"

Das diesjährige Konzert am vergangenen Freitag stand unter dem Motto „The Show must go on …!“. Gleich mit dem ersten Titel „There is no business like showbusiness“ von Irving Berlin verwandelte sich das nüchtern wirkende Schulgebäude in eine Showbühne.

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Durch das Programm führte der vom Schönebecker Operettensommer bekannte Wiener Tenor Alexander Klinger. Dabei stellte er zur Freude des Publikums seine großen komödiantischen Fähigkeiten und seine schauspielerischen Talente einmal mehr unter Beweis. Von ihm zu hören war unter anderem die Sonate „Al giorno delle correggie“ von Johann Heinrich Schmelzer, in der völlig ungeniert das wöchentliche Bohnenmahl bei Hofe aufgegriffen wird. Denn der Titel heißt übersetzt „Der Tag des Furzes“. Dazu passte das „Flohlied des Mephisto“ von Ludwig van Beethoven. Die „Tafelmusik“ von Georg Philipp Telemann zeigte die Fähigkeit des Magdeburger Komponisten, unterschiedliche Genres und Instrumente zu beherrschen. Ein musikalischer Leckerbissen war auch die „Petersburger Schlittenfahrt“ von Richard Eilenberg, der in Merseburg geboren wurde. Im zweiten Teil erklangen die Evergreens „Siamesische Wachtparade“ von Paul Lincke, „In der Bar zum Krokodil” von Max Raabe, „Bidla Buh” von Georg Kreisler sowie Medleys mit Melodien von Elvis Presley und Udo Jürgens sowie vom Walzerkönig Strauß.

Kein Wunder, dass das Publikum die Musiker nicht ohne mehrere Zugaben nach Hause fahren lassen wollte.