Neundorf/Rathmannsdorf/Atzendorf l Dabei geht es nicht um den Ausbau, sondern um die Information, was an schnellen Verbindungen für Bürger und Unternehmer möglich ist.

Moderne Technik vorhanden

Genauer geht es um die drei Ortsteile Rathmannsdorf, Neundorf und Atzendorf. Dort gibt es erhebliche Informationslücken, hat Christian Schüler von der Wirtschaftsförderung jetzt festgestellt. Denn fest steht: Alle drei Orte verfügen über schnelles Internet, das zügiges Arbeiten am PC, Tablet und Co. möglich macht. Allerdings scheint diese Möglichkeit in Vergessenheit geraten zu sein.

Das wurde bei einem ersten Termin zum Thema Internet in der vergangene Woche im Neundorfer Rathaus mehr als deutlich. Heidemarie und Günter Tappenbeck hatten sich auch in einem Leserbrief in der Volksstimme über ihr „Schlafwagen-Internet“ beschwert. Besonders weil Heidemarie Tappenbeck eine Praxis in Neundorf führt und dort bald über ein Onlinesystem große Datenmengen transferieren muss, war die Familie ratlos, wie es weitergehen soll.

Christian Schüler, Ortsbürgermeister Klaus Maaß und auch Rathmannsdorfs Ortsbürgermeister Klaus Magenheimer hatten zu dem Termin einen Vertreter des Telekomunikationsdienstleisters MDDSL gebeten. Der Vertriebsleiter Carsten Stave klärte die Tappenbecks über ihre Möglichkeiten auf.

Ausbau hat stattgefunden

Denn ein Breitbandausbau hat in Neundorf, Rathmannsdorf, Atzendorf, Hohenerxleben und Löbnitz bereits 2011 stattgefunden - von offizieller Seite gefördert, um die Versorgung im ländlichen Raum nach vorn zu treiben. Das Telekommunikationsunternehmen hatte die Ausschreibung gewonnen und moderne Leitungen bis kurz vor die Häuser der Anwohner gelegt. Dadurch kann schnelles Internet (bis zu 30.000 kbits/s im Download, 2000 kbits/s im Upload) gewährleistet werden. Nichtsdestotrotz müssen dabei, wie bei jedem anderen Vertrag auch, Laufzeiten und Kündigungsfristen bei dem aktuellen Anbieter eingehalten werden. „Erst seit kurzem gibt es ein Sonderkündigungsrecht durch das Transparenzgesetz, wenn die verabredete Geschwindigkeit mehrfach nicht nachgewiesen werden kann“, erklärte Carsten Stave.

„Offenbar ist vielen im Ort die Alternative zur Telekom gar nicht bekannt“, bestätigte Ortsbürgermeister Klaus Maaß, „obwohl wir 2011 nach dem Ausbau auch große Infoveranstaltungen im Rathaus dazu hatten.“

Internet-Sprechstunden

Daher will man in Neundorf, Rathmannsdorf und Atzendorf, wo immer wieder Klagen über das „Schlafwagen-Internet“ kommen, jetzt regelmäßig Sprechstunden zum schnellen Internet anbieten. Diese sollen immer innerhalb der Sprechstunden der Ortsbürgermeister stattfinden. Der Vertriebsleiter Carsten Stave ist dabei mit vor Ort und erklärt die Details.

Denn nicht umsonst hat man damals den Breitbandausbau von öffentlicher Seite in den Ortschaften vorangetrieben. Dasselbe ist in diesem Jahr für die restlichen „Breitband-Lücken“ im Raum Staßfurt geplant. Während die Telekom die Kernstadt gefördert ausbauen wird, soll Glasfasertechnik von der GlasCom in Förderstedt, Glöthe, Üllnitz, Rothenförde, Athensleben, Löderburg, Lust und Neu Staßfurt installiert werden. Die MDDSL hat den Zuschlag für Saale-Wipper-Orte wie Amesdorf und Giersleben erhalten. Brumby verfügt seit 2017 über Glasfaser durch ein Pilotprojekt.

Der nächste Termin für Neundorf findet am Dienstag, 20. Februar, 15.30 bis 19.30 Uhr, im Neundorfer Rathaus statt, angeschlossen an die Sprechstunde von Klaus Maaß. In Rathmannsdorf ebenso und zwar am Dienstag, 13. März, 15.30 bis 17 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus.