Groß Börnecke l Kirchenmusik wird in  Groß Börnecke künftig wieder zum Erlebnis, wenn auf der Röver-Orgel in St. Laurentius gespielt wird. Der Königin der Instrumente verhalf eine Frischekur zu neuem Klang. Davon können sich Besucher am Wochenende überzeugen. Der Abschluss umfangreicher Reparaturarbeiten an der Röver-Orgel der Laurentiuskirche in Groß Börnecke wird mit einem Konzert gefeiert. Am Sonntag, 12. August, 14.30 Uhr lädt die Kirchengemeinde alle interessierten Bürger und Freunde der Orgelmusik zur Andacht als Abschluss der Orgelsanierung ein.

Friedburg Unger und Werner Jankowski werden unter dem Motto „Doppelt klingt besser“ Orgelmusik mit vier Händen und vier Füßen präsentieren. Außerdem werden an diesem Tag auch neue Kirchenfenster offiziell in Gebrauch genommen, teilt der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates vom zuständigen Kirchspiel „Am Hakel“ Jörg Biedermann mit. Er freut sich über den gelungenen Abschluss aller Arbeiten, die in den vergangenen Wochen und Monaten mit der Unterstützung vieler Spender und Sponsoren möglich gemacht wurden.

Gegen Holzwurm

Die 1893 von Ernst Röver gebaute Orgel ist ein besonderes Schmuckstück der Kirche. Das Instrument mit 19 Registern musste erneuert werden. Es wurde eine Reinigung, Holzwurmbekämpfung und eine Aufarbeitung des Pfeifenwerks durchgeführt. Rund 14.000 Euro wurden investiert. Denn die letzten umfassenden Reinigungs- und Unterhaltungsmaßnahmen wurden 1917 und 1959 durchgeführt.

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Jörg Biedermann berichtet, dass die Reparaturarbeiten an der Röver-Orgel vom Orgelsachverständigen des Kirchenkreises Egeln Werner Jankowski abgenommen wurden.

„Alle Arbeiten sind von der Orgelbaufirma Lodahl aus Dingelstedt am Huy mit hoher Qualität und großem Einfühlungsvermögen in die historische Substanz der Orgel ausgeführt worden, ja es wurde so viel mehr geleistet“, kann Biedermann mit Freude erzählen.

Alter Glanz

Denn mit der Reparatur sei der Orgel zurück zur ursprünglichen Frische verholfen worden. Ihr Potenzial blühe quasi wieder auf. Jetzt, da alles gereinigt wurde, könnten auch anspruchsvolle Stücke gespielt werden. Besonders erwähnenswert sei, erklärt Biedermann dazu, dass die Intonation des Orgelwerkes sehr gut gelungen sei. Sie genüge jetzt hohen künstlerischen Ansprüchen. Vorher habe es Probleme gegeben, die Technik war verschließßen, Pfeifen verstopft.

„Es ist jetzt wieder eine große Freude, auf diesem Instrument zu spielen und den Klängen zu lauschen“, sagt der Groß Börnecker begeistert. Er freut sich auf das Konzert am Sonntag und lädt alle Bürger herzlich ein. Auch Kinder sind willkommen. Für sie werden Angebote bereitstehen.