Brumby l Dirk Sauerring musste eine Woche Verzögerung durch den Starkregen, der kürzlich die Bauarbeiten ruhen ließ, registrieren. Der Fachgruppenleiter der Landesstraßenbaubehörde, Niederlassung West, weiß aber, dass der Terminplan insgesamt dadurch nicht gefährdet wird – sollte das Wetter nicht weiter solche Kapriolen schlagen.

Mittlerweile ist das Planum fertig, die erste Lage Frostschutz ebenfalls. Dieser Tage kann mit den Fundamenten für die beiden Brücken begonnen werden, die im Verlauf der Wirtschaftswege Nienburger und Staßfurter Weg über die künftige Trasse führen. Die Fertigstellung der knapp vier Kilometer langen Ortsumgehung Brumby ist Ende 2018 vorgesehen.

Baukosten betragen 4,3 Millionen Euro

4,3 Millionen Euro betragen die reinen Baukosten. Hinzu kommen die Kosten für den Leitungsumbau, Maßnahmen im Sinne der Ökologie und des Denkmalschutzes. Dazu wurden im Vorfeld Milanhorste abgedeckt. „Ein Pärchen hat sich zwar nicht daran gehalten. Aber das passte trotzdem mit der Brutzeit und dem Bauablauf“, erinnert sich Sauerring. Ein Hamsterfänger war bereits im vergangenen Herbst zum Einsatz gekommen und siedelte einige Tiere in eine andere Umgebung von Calbe um.

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Archäologen wurden tatsächlich vielfach fündig. Unter anderem mit Fundstücken aus der Zeit der Napoleonischen Befreiungskriege, des 30-jährigen Kriegs und gar Ottonische Münzen.

Bau eines Radweges ist vorgesehen

Wenn die Ortsumgehung fertig ist, wird die alte Trasse im Verlauf der L 63 umgewidmet und zur kommunalen Straße, zum Teil auch zurückgebaut. Zwischen Brumby und dem ebenfalls im Bau befindlichen Autohof an der A 14 ist ein Radweg vorgesehen.