Schneidlingen l Der schlechte Zustand der Straße sorgt viele Bürger, die die Nebenstraße als Verbindung zwischen Bundesstraße 180 und Ernst-Thälmann-Straße nutzen. Viel geflickt, löchrig und mit Holpersteinen gepflastert wird die Fahrt zur wackeligen Angelegenheit. „Das ist schon nicht mehr feierlich“, ärgert sich Ortsbürgermeisterin Ingrid Engelmann (FDP). Radfahrern rät sie ganz davon ab, die Straße zu nutzen. Im Moment seien einzelne Löcher zwar geschlossen, sie seien mit schwarzem Split aufgefüllt worden, erzählt sie. Trotzdem lasse sich nicht daran rütteln, dass ein grundhafter Ausbau her muss.

Zusagen

Das sehen viele Ortschäftsräte und Einwohner genauso. Und auch im Hecklinger Rathaus weiß man um die Sorge der Schneidlinger. Seit Jahren läuft die Suche um Hilfe. Denn es hängt am Geld. Versuche, finanzielle Zuschüsse an Land zu ziehen, scheiterten. Nach seiner Wahl kündigte Bürgermeister Uwe Epperlein (Wählergemeinschaft Hecklingen) den Anwohnern während einer Infoveranstaltung 2015 an, dass was passieren wird.

Auch für den Rathauschef steht fest, dass die Sanierung nötig ist. Er sagte zu, Geld aus Mitteln der Investitionspauschale, die Hecklingen für investive Maßnahmen vom Land erhält, auszugeben. Doch das wird auch an anderer Stelle benötigt. Die Mittel sind knapp bemessen. Im Jahr erhält Hecklingen rund 300.000 Euro als Pauschale. Das muss für die gesamte Stadt reichen. Daher hatte der Bürgermeister auch deutlich gemacht, dass wenn gebaut wird, es nur schrittweise aufgeteilt auf mehrere Jahre möglich ist.

2019 im Plan

Sicher ist, dass in diesem nichts mehr passiert. Das versprochene Geld soll aber 2019 eingeplant werden, erklärte Hecklingens stellvertretende Bürgermeisterin Marion Strecker. „Die Oststraße ist für 2019 eingeplant. Die Stadt befindet sich in der vorläufigen Haushaltsführung. Wir können nur Maßnahmen umsetzen, die unabweisbar sind.“ Hinzu komme, dass in diesem Jahr Fördermittel für den Ausbau des Ballplatzes in Groß Börnecke sicher seien, die mit Eigenmittteln bezuschusst werden.

Und auch die Sanierung der Schulen steht an. In Schneidlingen will die Bürgermeisterin den Glauben an die Osttsraße nicht verlieren, aber Ingrid Engelmann fällt es angesichts der immer wieder versprochenen Zusagen schwer, die Hoffnung zu halten. Wenn sie über das Thema spricht, klingt sie skeptisch. „Das ist nicht förderlich, was mit uns passiert“, meint sie.

Seit Jahren werde darüber geredet. Viele Mitarbeiter der Verwaltung, die das Thema auf dem Tisch hatten, seien längst im Ruhestand. Engelmann will trotzdem weiter fragen. Denn auch die Versorger stehen in den Startlöchern. Der zuständige Wasser- und Abwasserzweckverband hatte die Straße immer wieder in seine Planungen aufgenommen, dann aber wieder gestrichen, weil die Stadt nicht bauen konnte.