Schneidlingen l Früher wurden im Schneidlinger Park an der Wasserburg Feste gefeiert. Es gab sogar eine Tanzfläche. Doch das kleine Idyll lag viele Jahre im Dornröschenschlaf. Die Aktion „Hark the Park“ hat den Ort wieder zu neuem Leben erweckt.

Die Initiative dazu ergriff der neu gegründete Verein „Hecklingen gemeinsam Zukunft gestalten“ um Vereinschef Marco Berger. Viele Bürger schlossen sich an, das Vorhaben wurde über das Internet publik gemacht. Kanäle der sozialen Medien, die vor allem das junge Publikum ansprechen, wurden genutzt. Mit Erfolg: An zwei Wochenenden versammelten sich Schneidlinger, um mit Sägen und Besen klar Schiff zu machen. „Dank der Unterstützung vieler Bürger ist es uns gelungen, den Park aufzuräumen und in den nächsten Monaten weiter neu zu gestalten“, freut sich Ortsbürgermeister Martin Zimmermann. Tatsächlich sei es jetzt noch gelungen, zum 1. November ein großes Fest mit dem Namen „Kürbisleuchten“ im Park zu organisieren.

Die Idee ist, dass die Bürger ihre von Halloween geschnitzten übrig gebliebenen Kürbisse vorbei bringen. Sie sollen dann den Park optisch in ein besonderes Licht setzen. Alle sind eingeladen, ihre Kürbisse am Freitag mit einer Kerze bestückt am Vormittag und danach noch bis 17 Uhr abzugeben. Ortsbürgermeister Martin Zimmermann nimmt die Kürbisse an der Parkbrücke in Empfang.

Er kann ankündigen, dass die alte Tanzfläche wieder eingeweiht werden soll. Natürlich wird Musik spielen und es gibt, wie sollte es anders sein, auch Kürbissuppe sowie Würstchen vom Grill. Außerdem werden Feuerschalen aufgestellt und bei schlechtem Wetter schützt ein Bierzelt.

Einsatz sehr gut besucht

All das kommt bei den Bürgern an. Nancy Schmidt-Allner war dabei und hat mit geholfen, als der Park an zwei Wochenenden hintereinander wieder auf Vordermann gebracht wurde. Sie wohnt seit Mitte der 1990er Jahre in dem Dorf und freut sich, dass es jetzt voran geht. „Natürlich eine tolle Aktion“, lobte sie das Projekt. Natürlich sei es nicht beim Harken geblieben. Viele Arbeiten seien erledigt worden. Vom Verschneiden von Sträuchern über das Beschneiden der Wurzeln bis in zur Entsorgung.

Es sei toll gewesen, zu sehen, wie erfolgreich vor allem der erste Termin war. Der Einsatz sei „extrem gut besucht“ gewesen. „Ganz viele Menschen waren da. Den ganzen Tag über wechselten die Helfer. Die, die am Morgen kamen, waren nicht am Nachmittag da, dafür andere.“ Hinzu komme, dass auch organisatorisch alles prima geklappt habe. Von Kuchen über Grillwürstchen bis hin zu Süßigkeiten für die Kinder sei an alles gedacht gewesen. Es sei schön, zu merken, dass da jemand sei, der wieder versuche, für Schneidlingen etwas voran zu bringen, sagte sie. Der Park sei jetzt wieder prima aufgeräumt. Die Veranstaltung nach Halloween biete sich an, jetzt auch den neu geschaffenen Platz gebührend einzuweihen. Es sei toll, dass die Veranstaltung so kurzfristig gestemmt werden konnte.

Nancy Schmidt-Allner freut sich vor allem auf das gesellige Beisammensein. Man komme mit Menschen zusammen, die man vielleicht eine lange Zeit nicht mehrt gesehen hat, aber sehr gut kennt. Das fördere auf jeden Fall die Gemeinschaft, ist sie überzeugt. Auch für die Jugendlichen und Kinder sei das Fest etwas, worauf sie sich freuen, meint die dreifache Mutter.

Die Mitglieder des Vereins „Hecklingen gemeinsam Zukunft gestalten“ haben sich auf die Fahne geschrieben, sich dafür einzusetzen, dass Projekte und Vorhaben in der Stadt Hecklingen und damit in allen vier Ortsteilen, Hecklingen, Groß Börnecke, Schneidlingen und Cochstedt, möglich sind, für die der Stadt derzeit das Geld fehlt. Hier könnte es beispielsweise um Spielplätze, Kultur und Freizeit gehen, also vieles, was das Leben in den kleinen Orten lebenswert macht und machen soll. Die Aktion in Schneidlingen war der Auftakt. Dort soll zukünftig auch noch eine BMX-Strecke am alten Teich gebaut werden.

Der Vorsitzende des Vereins Marco Berger ist ebenfalls positiv überrascht von der großen Resonanz der Auftaktaktion in Schneidlingen. „Das Feedback der Teilnehmer war mehr als überwältigend“, sagte er der Volksstimme.

Daraus sei schließlich auch die Idee mit dem Kürbisleuchten geboren worden. „Damit wir uns bei allen, die dabei waren, noch einmal bedanken können. Aber es sind natürlich alle Schneidlinger und ihre Gäste eingeladen. Wir wollen mit all dem zeigen, dass wir nicht nur reden, sondern auch machen“, so Berger

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