Hohenerxleben l Die Stadt Staßfurt hat im vergangenen Jahr Vermessungs- und Kartierungsarbeiten im Park Hohenerxleben durchgeführt. Demnächst soll ein zweiter Infoabend stattfinden, bei dem die Bürger aus Hohenerxleben über das weitere Vorgehen informiert werden. Aktuell ist das Konzept zur Parkumgestaltung fertig und liegt beim Denkmalschutz vor, heißt es aus der Verkehrsplanung der Stadtverwaltung.

Das Land stellt etwa eine halbe Million Euro im Rahmen eines Fonds zur Beseitigung von Hochwasserschäden 2013 zur Verfügung. Die Arbeiten werden vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie begleitet, der Park steht unter Denkmalschutz.

Auf der Neugatterslebener Seite des Parks wurde indessen schon begonnen mit den Arbeiten. Auch hier gibt es ein großes Konzept, das aufzeigt, wie der Park in Zukunft aussehen soll, erklärt die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Nienburg, Kathrin Bader, auf Nachfrage.

Das Gebiet der Stadt Staßfurt endet im Park an der Eisenbahnbrücke. Bis dorthin geht die Gemarkung Staßfurt, darüber hinaus beginnt die Gemarkung Neugattersleben, ein Ortsteil, der zu Nienburg gehört. Jede Kommune hat ihr eigenes Konzept zur Parkumgestaltung erstellen lassen. Einzig das Thema Europaradweg R1, der ausgebaut werden soll, wurde gemeinschaftlich abgestimmt.

Baumpflege

Auf der Neugatterslebener Seite des Parks, der sich bis ran zur Ortslage Neugattersleben erstreckt, hat die Stadt Nienburg unterdessen schon mit Baumpflegegarbeiten, seit 2016 bis zu diesem Frühjahr, begonnen, so Kathrin Bader. Diese umfassten Fällungen, Rückschnitt und Sicherung der Bäume. Aktuell im Sommer sind wegen Naturschutz, Brutzeit und so weiter keine Arbeiten im Gange. Einzig Sicherungsmaßnahmen können in dieser Zeit durchgeführt werden, etwa wenn Bäume einzustürzen drohen.

Im Gesamtkonzept zum Park sind von Neugatterslebener Seite, ähnlich wie in Staßfurt, die Sanierung des Radwegs und die Sanierung der Brückenbauwerke inbegriffen. „Das Großprojekt läuft bei uns bis 2021“, so Kathrin Bader.

Die denkmalpflegerische Zielpanung aus Neugattersleben sieht große, lichte Alleen und eine verbesserte Wegführung vor. Eine Grabensanierung im Schlosspark auf Neugatterslebener Seite soll von November bis Februar 2018 laufen, heißt es aus dem Nienburger Rathaus. Die Sanierung der Brückenbauwerke soll 2018 bis 2019 und der Wegebau ab 2019 erfolgen.

Anders als Staßfurt hat die Nienburger Verwaltung bisher keine Infoabende für Bürger zu den Abreiten im Park durchgeführt. Man überlege aber, ob man solche Veranstaltungen nicht in Zukunft doch durchführen wolle, so Kathrin Bader.

1,1 Millionen Euro

Für die Beseitigung der Hochwasserschäden im Schlosspark Neugattersleben hatte die Stadt Nienburg Fördermittel aus dem Fonds beantragt. 2014 wurden der Stadt zunächst 1,1 Millionen Euro bewilligt, die für Planung und Gutachten verwendet wurden.

Unterdessen befasst sich auch ein Kunstkurs, den Nikoline F. Kruse am Schloss Hohenerxleben leitet, mit der Parkgestaltung. Derzeit basteln und malen die Kinder und Jugendlichen noch an kunstvollen Elementen wie Banderolen für Bäume oder Tierskultpuren, die den Park verschönern sollen und dort aufgestellt werden. Eröffnet wird diese Ausstellung namens „Kunst im Park“ am Sonnabend, 5. August, um 9 Uhr im Rahmen des Heimatfestes Hohenerxleben, mit einer Parkbegehung.