Bernburg (vs/ac) l Der Aufsichtsrat der Kreisverkehrsgesellschaft Salzland mbH (KVG) hat in seiner Sitzung am Montag beschlossen, die Erbringung der Verkehrsleistung ab 1. Oktober für den Raum Staßfurt an die Mendorf Reisen GmbH & Co. KG zu vergeben, teilte die KVG gestern mit.

Bis Ende November soll der Busverkehr für den öffentlichen Nahverkehr also weiter von der Firma gefahren werden, die im August den Auftrag für die Linien rings um Staßfurt bekommen hatte. Es sind jene Linien, die bis zum Sommer von der Hecklinger Firma Haubold gefahren wurden.

Die Auftragsvergabe hatte die Firma Haubold angezweifelt und Rechtsmittel eingelegt. Die Vergabekammer, die daraufhin das europaweiten Ausschreibungsverfahren prüfte, kam zu dem Beschluss, dass das Verfahren nicht richtig ausgeführt worden war (Volksstimme berichtete wiederholt).

Zuschlag für zwei Monate

Diese Einschätzung der Vergabekammer wiederum lässt die KVG jetzt vom Oberlandesgericht Naumburg prüfen. Bis die Prüfung abgeschlossen ist, musste nun eine weitere Übergangslösung für den Busverkehr in der Region Staßfurt gefunden werden. Soll heißen, für die Prüfungszeit von maximal zwei Monaten mussten die Staßfurter Linien neu vergeben werden. Den Auftrag erhielt wieder die Firma Mendorf aus Aschersleben.

So wolle man sicher gehen, dass „der Auftrag erst nach abschließender gerichtlicher Klärung wirtschaftlich und rechtssicher vergeben werde“, betonte der Aufsichtsratsvorsitzende Helmut Zander in der Mitteilung der KVG.

Der Geschäftsführer der KVG, Janko Wilke, informierte in dem Schreiben außerdem, dass eigens ein externes Planungsbüro mit der Durchführung der Vergabe einer Übergangslösung beauftragt wurde.

Für ein faires und diskriminierungsfreies Verfahren waren mehrere Unternehmen zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert. „Auf Grund der Dringlichkeit stand die Sicherstellung der Daseinsvorsorge, insbesondere der Schülerbeförderung im Vordergrund der Vergabe“, betont die KVG im Schreiben. Um eine zuverlässige und rechtzeitige Leistungserbringung zu gewährleisten, mussten demzufolge die Bieter alle Fahrzeuge und Fahrer angeben und vorführen, die notwendig sind. Außerdem mussten die Fahrzeuge die technischen Anforderungen erfüllen, die gegenwärtig von der KVG eingesetzt werden. „Nur die Firma Mendorf Reisen GmbH & Co. KG konnte nachweisen, über die erforderlichen Fahrer und Fahrzeuge zu verfügen und auch ab 1. Oktober einsetzen zu können“, teilt die KVG mit. Das Angebot der Firma erfülle sämtliche Anforderungen zu einem wirtschaftlichen Preis. Dadurch sei die Erfüllung der Aufgaben des Öffentlichen Personennahverkehrs ab dem 1. Oktober gesichert.