Hecklingen l Es bleibt nicht mehr viel Zeit. Bis Ende Februar sollten alle Arbeiten erledigt sein. Schnittmaßnahmen an Gehölzen sind grundsätzlich in der Zeit vom 1. Oktober bis Ende Februar eines jeden Jahres erlaubt. Das regelt das Bundesnaturschutzgesetz.

„Wir sind größtenteils mit unseren Maßnahmen durch“, bestätigt der Leiter des Hecklinger Stadtbaubetriebs Lothar Peters. Das Unternehmen arbeitet für die Stadt Hecklingen.

In den vergangenen Wochen kümmerten sich die Mitarbeiter um den Verschnitt von Kugel-Ahornbäumen in der Gierslebener Straße und in der Friedrichstraße. Hier ist ein regelmäßiger Pflegeschnitt alle paar Jahre nötig, damit die Kronen nicht in den Verkehrsraum wachsen.

„Maßnahmen finden ausschließlich im Rahmen der Gefahrenabwehr statt“, erklärt die Leiterin des Ordnungsamtes der Stadt Hecklingen Marion Strecker.

Die Amtsleiterin nennt Beispiele, wo Handlungsbedarf besteht: „Wir haben zum einen den Sportplatz in Hecklingen.“ Die Maßnahme laufe im Moment.

„Dort stehen Pappeln. Vier Bäume müssen gefällt werden, weil sie innen hohl sind“, heißt es aus dem Rathaus. In solchen Fällen werde im Vorfeld eine Begutachtung durchgeführt. Ein Sachverständiger schaue sich die Bäume an, erklärt Marion Strecker.

Als weitere Maßnahme führt sie die Straßen Nordnau und Bruchtor in Groß Börnecke an. Dort soll der Verschnitt in Kürze losgehen.

In Schneidlingen soll ein Baumschnitt in der Ernst-Thälmann-Straße Anfang März folgen. Warum wird dort nicht bis Ende Februar gehandelt? „Hier haben wir eine Ausnahmegenehmigung mit der Naturschutzbehörde vereinbart“, so Strecker. Von der Stadt beauftragte Fachfirmen werden die Arbeiten ausführen.

In der Ernst-Thälmann-Straße besteht dringender Handlungsbedarf, sagt auch Ortsbürgermeister Martin Zimmermann (parteilos). Er hat das Thema auch während einer vergangenen Ortschaftsratssitzung angesprochen.

Probleme in 2019

Schon im vergangenen Jahr gab es Probleme. Jüngst sollen wieder kleinere Äste abgebrochen sein, als „Sabine“ stürmte. Das passiere aber auch sonst, hat Zimmermann beobachtet. „In diesem Jahr sei bis jetzt zum Glück nur kleineres Gehölz abgefallen. Das war schon anders. Während eines Sturms 2019 stürzten dicke Äste runter, erinnert der Schneidlinger sich.

In Hecklingen musste die Feuerwehr 2019 ausrücken, um große heruntergestürzte Äste nach einem Sturm von der Fahrbahn zu räumen. Stadtwehrleiter Steffen Bruchhardt erinnert sich an einen Einsatz in der Schulstraße, als ein dickerer Ast auf ein parkendes Auto fiel. „Wir als Feuerwehr sind in solchen Fällen da, die Infrastruktur am Laufen zu halten und Gehwege und Straßen frei zu räumen, also den öffentlichen Raum“, erklärt der Stadtwehrleiter.

Nach dem Vorfall in der Schulstraße will Bürgermeister Uwe Epperlein (Wählergemeinschaft Hecklingen) kein Risiko eingehen, wenn es um ähnlich große Linden auf dem Hof der benachbarten Grundschule geht. Bereits 2019 kündigte der Rathauschef an, einen Experten einzuschalten.

Ein Baumgutachter soll die Linden bewerten. Dieser war bisher aber noch nicht da. „Er soll aber nach wie vor kommen“, sagte der Bürgermeister in dieser Woche auf Nachfrage. Von der Begutachtung hängt ab, ob die Linden auf dem Schulhof gefällt werden oder nicht.

Tobias Resch-Feid (Aktionsbündnis Stadt Hecklingen) arbeitet als sachkundiger Bürger im Bau- und Ordnungsausschuss der Stadt mit und kann das nicht verstehen. Wenn die Bäume tatsächlich nicht mehr sicher sind, dürfe nicht so viel Zeit verstreichen. Dann müsste doch gleich gehandelt und ein Sachverständiger beauftragt werden, meint er.

Stadtwehrleiter Steffen Bruchhardt erklärt, dass Hecklingen in einem Tal liegt. Daher sei der Ort bei Sturmtiefs zum Glück immer wieder glimpflich davon gekommen.