Hecklingen/Cochstedt l Die Verwendung der alten Bahntrasse würde der Stadt den gesamten Unterbau für den geplanten Radweg von Schneidlingen nach Cochstedt und damit Zeit und Geld ersparen, sagte Hecklingens Bürgermeister Uwe Epperlein (Wählergemeinschaft Hecklingen): „Dann bräuchte man nicht parallel dazu eine neue Trasse bauen, sondern nur noch Asphalt oder Beton aufbringen. Aber das Ganze geht nur mit Hilfe von Fördermitteln.“

Aus diesem Grund nutzten Epperlein und Cochstedts Ortsbürgermeister Wolfgang Weißbart (Linke) die Anwesenheit von Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willigmann (SPD) am 17. Juni auf dem Flughafen, um ihn dazu zu befragen.

Minister anfragen

Er empfahl den Kommunalpolitikern, sich an seinen Kabinettskollegen, Verkehrsminister Thomas Webel (CDU), zu wenden. Denn die alte Bahnstrecke von Staßfurt über Hecklingen, Groß Börnecke, Schneidlingen und Egeln wurde vor Jahren im Landesentwicklungsplan von Sachsen-Anhalt aufgenommen, weil man damals annahm, dass der Verkehrsflughafen eventuell einen Bahnanschluss benötigen würde.

„Dann bräuchte man nicht parallel dazu eine neue Trasse bauen, sondern nur noch Asphalt oder Beton aufzubringen. Aber das Ganze geht nur mit Hilfe von Fördermitteln.“

Uwe Epperlein, Bürgermeister der Stadt Hecklingen

Wie Epperlein ankündigte, will die Stadt Hecklingen zunächst erst einmal das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), den neuen Besitzer des Verkehrsflughafens Magdeburg-Cochstedt, befragen, ob es einen Zugang zum Eisenbahnnetz braucht. Das DLR will dort das Nationale Erprobungszentrum für zivile unbemannte Luftfahrtsysteme (UAS) aufbauen und die Forschung mit Drohnen aufnehmen.

Doch Bahnanschluss?

Wenn das DLR einen Bahnanschluss für entbehrlich hält, will der Bürgermeister den Verkehrsminister kontaktieren und ihn bitten, den Schienenstrang von Schneidlingen nach Cochstedt im Landesentwicklungsprogramm streichen zu lassen und dessen Entwidmung beim Eisenbahnbundesamt zu beantragen. Erst dann könnte die Stadt Hecklingen dort aktiv werden, sagte Epperlein der Staßfurter Volksstimme.

Dann bleibe aber immer noch das Problem, dass man mit dem Fahrrad entlang der viel befahrenen Bundesstraße 180 ein kleines Stück in Richtung Egeln fahren müsste, um auf die zum Radweg ausgebaute Bahntrasse zu kommen, sagte der Bürgermeister.