Staßfurt l Eine große Besprechungsrunde gab es kürzlich in Halberstadt, im Sitz des Regionalbereichs West der Landesstraßenbaubehörde. Dort wurde die Planung des Radweges zwischen Staßfurt und Förderstedt weiter vorangetrieben. „Es wurde eine Vorzugsvariante vorgestellt und bestätigt“, erklärt Regionalbereichsleiter Stefan Hörold. Die beste Variante ist es, den Radweg östlich der L 72 zwischen Förderstedt und Staßfurt entlangführen zu lassen. Der Radweg soll vier Meter abgesetzt sein von der Fahrbahnkante und 2,50 Meter breit sein.

Mit der Festlegung der Vorzugsvariante ist die nächste Hürde genommen. „Mit der finalen Ämterkonferenz haben wir die Vorplanung abgeschlossen. Jetzt kommt die technische Planung“, erklärt Stefan Hörold. „Wir hoffen, dass die Entwurfsplanung bis Mitte nächsten Jahres abgeschlossen ist.“ Mit den Varianten werden die Träger öffentlicher Belange konfrontiert.

In den nächsten Wochen soll bei der Stadtverwaltung der Vorschlag offiziell einfliegen. Dann kann auch die Stadt Staßfurt aktiv werden. „Das ist jetzt Fleißarbeit“, sagt Günther Roddewig vom Fachdienst Bauen und Sanieren. Es folgen Detailabstimmungen sowie der Versuch des Einvernehmens mit den Eigentümern. Heißt: Die Stadt Staßfurt verhandelt mit den Anliegern darüber, einen Teilbereich ihrer Grundstücke zu verkaufen, damit der Radweg gebaut werden kann. Dabei handelt es sich meist um Grundstücke von ein bis fünf Quadratmetern.

Kostenfrage unklar

Im Idealfall folgen Bauerlaubnisverträge und danach Kaufverträge. Baustart wäre dann bei problemlosem Verlauf im Frühjahr 2021. Die Kostenfrage ist dabei noch ungeklärt. Die Baukosten wurden vor über zwei Jahren auf 460.000 Euro beziffert. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass aufgrund gestiegener Baukosten diese Summe nicht gehalten werden kann.

Aber Förderstedts Ortsbürgermeister Peter Rotter (CDU) freut es, dass die Planung voranschreitet. „Es ist wichtig, dass das Projekt vorankommt und es absehbar ist, dass der Radweg kommt“, sagt er.

Noch in der vorangegangenen Ortschaftsratsitzung hatte Rotter die Verwaltung kritisiert, weil er bei einer internen Infoveranstaltung im Rathaus nicht eingeladen wurde. Nur die Bürgerinitiative „Radweg Förderstedt – Staßfurt“ saß mit am Tisch. Dass Peter Rotter nun auch in Halberstadt nicht mit dabei war, ärgert ihn nicht. „Die politischen Entscheidungsträger müssen nicht jedes Mal mit dabei sein“, sagt er. „Das ist jetzt reines Verwaltungshandeln.“

Der Radweg zwischen Förderstedt und Staßfurt steht seit vielen Jahren recht weit oben auf der politischen Agenda. Immer wieder gab es Verzögerungen, auch weil die Priorität des Projektes sich verändert hatte. „Schon seit vielen Jahren setzen wir uns dafür ein, wir haben das über Jahre vorangetrieben“, meint Peter Rotter. Aber jetzt ist Licht am Ende des Tunnels.