Egeln/Etgersleben l „Es gibt da noch ein paar Änderungen, denn der Fördermittelantrag fand nicht die Zustimmung der Investitionsbank wegen der anderen Einrichtungen, die sich in der Kindertagesstätte befinden“, informierte Bauamtsleiter Gerald Schierhorn in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Die anderweitige Nutzung des Gebäudes müsse rausgerechnet werden. Das müsse die Verbandsgemeinde allein tragen.

Schierhorn: „Es gibt einige marode Stellen in der Kita, die erneuert werden müssen. Auch die Innentüren, die alle nicht den Anforderungen des Brandschutzes entsprechen, werden wir austauschen.“ Geplant seien auch der Einbau einer Gefahrenmeldeanlage und Pflasterarbeiten im Außenbereich.

Gebaut werden soll 2017 und 2018

Das Vorhaben soll in den Jahren 2017 und 2018 in Angriff genommen werden. Die notwendigen Eigenmittel in Höhe von zirka 55.000 Euro sollen 2018 aus dem Anteil der Investitionspauschale aufgebracht werden, die die Mitgliedsgemeinden an die Verbandsgemeinde Egelner Mulde zahlen.

Eine Kostensteigerung von 50.000 Euro zeichne sich bei der Sanierung der Grundschule Wolmirsleben ab, die die Verbandsgemeinde ebenso wie die Etgerslebener Kindertagesstätte mit Hilfe des Stark-V-Programms für notleidende Kommunen ausbaut. Hinter dem Putz seien dort Dinge zum Vorschein gekommen, die man vorher nicht gesehen habe.

Dadurch sei die Finanzierung des geplanten Löschwasserbeckens in Wolmirsleben fraglich geworden, sagte der Bauamtsleiter. „Dadurch bekommen wir die Kita auf Vordermann. Da brauchen wir dann danach nichts mehr machen“, fügte Schierhorn hinzu. Die Gesamtkosten sollen sich nun bei rund 310.000 Euro bewegen.

Geld muss aus anderem Bereich kommen

Wie der Verbandsgemeinde-Bürgermeister Michael Stöhr (UWGE) informierte, werde man 42.000 Euro aus dem ursprünglich mit 80.000 Euro veranschlagten Löschwasser-Projekt in die Kindertagesstätte und in die Schule stecken. „Das ist ein umfangreiches Paket, welches nicht nur die energetische Sanierung, sondern auch das Umfeld abdeckt“, sagte Schierhorn.

SPD-Fraktionschef Manfred Püchel begrüßte die Pläne der Verwaltung. Die Devise müsse lauten: „Nicht kleckern, sondern klotzen.“ Allerdings bedauerte der Etgerslebener, dass dadurch das Löschwasserproblem nicht wie geplant beseitigt werden könne.

Der Fördermittelantrag müsse umgestellt werden, sagte Stöhr und fügte hinzu: „Wir dürfen keinen Cent verschenken. Das Löschwasserprojekt müssen wir aus anderen Mitteln finanzieren.“

Zustimmung signalisierte auch Wolmirslebens Bürgermeister Knut Kluczka (CDU). Die Ausschussmitglieder empfahlen dem Verbandsgemeinderat der Beschlussvorlage zuzustimmen.