Staßfurt l Mit einer nicht näher bezifferten Zahl, aber insgesamt fünfstelligen Summe können sechs Vereine aus dem Salzlandkreis jetzt rechnen. Diese Woche unterzeichneten Vertreter des SV Anhalt und von Schwarz-Gelb aus Bernburg, von der TSG Calbe, vom Handballclub Salzland und Gewerbeverein Staßfurt mit Sparkassenvorstandsmitglied Helmut Ibsch entsprechende Sponsorverträge. Auch die Basketballer der Alligators aus Aschersleben erhalten in dieser Runde den Zuschlag.

„Das ist unsere ,Dividende‘, die wir nicht irgendwo in Deutschland oder der Welt auszahlen müssen“, erläuterte Ibsch. Er vergaß nicht zu erwähnen, dass diese Sponsorentätigkeit durch die Kunden der Salzlandsparkasse ermöglicht werde. Insgesamt werden im Jahr 1,2 Millionen Euro verteilt, gut die Hälfte davon im Bereich Sport. Aber auch die Kultur würde davon profitieren. Helmut Ibsch betonte, dass der Salzlandkreis immerhin 300 Vereine mit 30.000 Mitgliedern zähle. Man achte darauf, dass möglichst alle Regionen in den Genuss kommen und insbesondere Vereine mit Nachwuchsarbeit, aber auch sogenannte „Leuchttürme“.

Das ist auf jeden Fall das Straßenfest „Staßfurt in Flammen“, eines der attraktivsten Volksfeste im Salzlandkreis. Klein angefangen, von den Besuchern förmlich überwältigt, stoße der Gewerbeverein Staßfurt als Veranstalter mittlerweile an seine Grenzen, beschrieb Vereinschef Ronald Teßmer bei der Vertragsunterzeichnung. Nicht zuletzt, weil erhöhte Sicherheitsauflagen auch in Staßfurt verbindlich sind. Und die kosten. „Wir wollen aber versuchen, die Besucher zu halten und möglichst zum Wiederkehren auch zwischen diesen Festen bewegen“, bedankte sich Teßmer für die Finanzspritze.

Nachwuchsarbeit kostet Geld

Auch Gunnar Lehmann von der TSG Calbe war hocherfreut über den Zuschuss und berichtete, dass in Calbe 95 Jahre Handball gespielt werde. Der Verein habe 13 Handballteams und sei in allen Nachwuchsklassen vertreten. Man könne sich zwar keine „Legionäre“ leisten, die Förderung werde aber schon benötigt, um an der Nachwuchsarbeit festzuhalten.

Eine gewisse Integrationsaufgabe zwischen den Städten Aschersleben und Staßfurt sieht derweil Rainer Höche beim HC Salzland. Zwar finde der Frauenhandball leider nicht die Anerkennung wie der Männerhandball, „aber das ärgert uns nicht, sondern das reizt uns“. Und alle würden mitziehen, auch alle Trainer, alle Eltern. „Ohne die regelmäßigen Spenden wäre das aber nicht möglich.“

Dankbar zeigten sich auch Frank Conrad vom SV Anhalt Bernburg, dessen Handballmannschaft gut in die neue Saison der 2. Bundesliga gestartet ist.

Und ebenso Raimo Lange von Schwarz-Gelb Bernburg, dessen Verein sich über wachsenden Nachwuchs freut. Mittlerweile sind hier im Bernburger Ortsteil Roschwitz 165 Kinder organisiert. Zudem blickte der Vertreter des Fußball-Landesligisten stolz auf den „schönen Nachmittag für alle Beteiligten“ beim kürzlichen Pokalspiel gegen den FCM zurück.