Neundorf l Über den aktuellen Stand der energetischen Sanierung der Kita „Pusteblume“ in Neundorf berichtete Oberbürgermeister Sven Wagner in der jüngsten Stadtratssitzung. Nach den ersten sieben Monaten Bauzeit ist die energetische Sanierung jetzt genau in der Halbzeit angekommen. Die Baumaßnahme, die im Februar begann, kostet mehr als 1,5 Millionen Euro.

Heizhaus und Schornstein abgerissen

Zwischen Februar und April 2018 wurden zuerst das ehemalige Heizhaus und der Schornstein abgerissen, weil dort der neue Eingangsbereich der Kita entsteht, informierte Sven Wagner. Die Spindeltreppe wird eingelagert und soll später in der Einrichtung wieder verwendet werden. Durch den Abriss ergibt sich später der freier Zugang und die Zufahrt auf das Grundstück für Erzieher und Eltern und die Bauarbeiten werden erleichtert.

Neben der Sanierung des Bestandsgebäudes gehört auch die Erweiterung der Kindertagesstätte zur Baumaßnahme - sie wächst nach hinten in Richtung Garten auf Seiten des neuen Eingangs. Der Architekt setzte dazu drei Neubauabschnitte fest. Dabei werden drei Gebäudeteile einzeln und nacheinander an der Rückseite des heutigen Gebäudes hochgezogen.

Kita-Rohbau fast abgeschlossen

„Die Rohbauarbeiten im Bestandsgebäude haben im Anfang Juli begonnen“, so Wagner weiter“ und seien heute fast abgeschlossen. Dabei wurden die grundrisslichen Veränderungen in allen vier Geschossen vorbereitet, ebenso die Anbindung des neuen Gebäudeteils an das Bestandsgebäude. Aus einer der alten Fassade auf dem Hof ist eine Mauerwerksscheibe entstanden, die zukünftig im Inneren der neuen Kita liegen wird und große Durchgängen bekommen soll.

Die Fundamente des ersten Neubauabschnittes wurden in der vergangenen Woche gefertigt. Es folgt laut Sven Wagner das neue Mauerwerk. „Im September sollen die Stahlbetondeckenteile aufgelegt werden. Danach erfolgt die Abdichtung des Daches, das zukünftig auch gleichzeitig die Terrasse der Gruppenräume im ersten Obergeschoss bildet.“

Fundamente werden gefertigt

In der vergangenen Woche haben Tiefbauarbeiten in einem weiteren Abschnitt des Neubaus begonnen. Wenn in den kommenden zwei Wochen dort die Fundamente fertig werden, folgt auch dort das neue Mauerwerk, sodass „voraussichtlich Ende Oktober eine Holzdachkonstruktion auf diesen Bauabschnitt gebracht wird, die dann ebenfalls abgedichtet wird.“

Parallel zu den Tiefbau- und Gründungsarbeiten sollen jetzt das Treppenhauses und der Fahrstuhlschacht gebaut werden, damit das gesamte Gebäude barrierefrei wird.

Mehr Platz für die Kinder

Im Alt-Gebäude unterdessen haben die Bauarbeiter die Rohbauarbeiten abgeschlossen. Durch den Durchbruch einiger Wände wurde Platz für den neuen Bewegungsraum für die Kinder im Dachgeschoss geschaffen.

Im Alt-Gebäude stehen im Bewegungsraum und in den anderen Räumen, die auch energetisch saniert werden, nun noch Zimmererarbeiten an der Dachkonstruktion, die Dämmung der Dachfläche, Elektroarbeiten, Trockenbauarbeiten und weiteren Ausbaugewerke an.

Gruppenräume im Rohbau fertig

Die neuen Spiel- und Garderobenbereiche für die Kita-Gruppen 3 und 4 im ersten Obergeschoss sind im Rohbau fertig. Auch die zukünftigen Gruppenräume für diese Kinder sind so weit vorbereitet, dass sie ihren Ausgang auf die neue Dachterrasse bekommen können.

Im Erdgeschoss des Bestandsgebäudes wurden die zwei Gruppenräume I und II für die Krippenkinder für eine Anbindung an den Neubaukörper vorbereitet. Das Treppenhaus dort und die Kellerräume wurden an den neuen Grundriss angepasst.

Zur Zeit beginnen die Arbeiten im Alt-Gebäude in Sachen Heizungs- und Sanitärbau, an den Stromanlagen und an der Fernmelde- und Informationstechnik. Eine neue Blitzschutzanlage wird aufgebaut.

Später Aufzug und Co.

Arbeiten, die noch ausstehen, werden derzeit ausgeschrieben. Das sind unter anderem die Aufzugstechnik, Zimmerer- und Dachabdichtungsarbeiten, Trockenbau und Dachdämmung, neue Fenster, die Glas-Aluminium-Fassade, Metalltüren, ein neues Schließanlagensystem, Innentüren, Fußboden und Malerarbeiten.

Das Bauvorhaben Kita „Pusteblume“ war mit einem ersten Hammerschlag am 19. Februar begonnen worden. Voraussichtliches Bauende soll am 30. April 2019 sein. Bei einem Gesamtbauvolumen von 1,65 Millionen Euro erhält die Stadt Staßfurt Fördermittel vom Land Sachsen Anhalt und der Europäischen Union in Höhe von 1,22 Millionen Euro, finanziert selbst also nur den Eigenanteil in Höhe von 423.750 Euro.