Staßfurt l Attraktiver soll er werden, der Parkplatz an der Wassertorstraße, besser bekannt als Postring-Parkplatz. Knapp 400.000 Euro soll die Sanierung kosten. Zu je einem Drittel gefördert von Bund und Land. Rund 130.000 Euro kämen aus dem städtischen Haushalt. Beantragt wurden die Fördermittel bereits 2018 und müssten 2020 umgesetzt werden.

Der Bauausschuss empfahl Montagabend dem Stadtrat eine Variante. Fachdienstleiterin Susanne Epperlein machte dem Ausschuss die Variante schmackhaft, mit der die Planer die Attraktivität durch viel Grün hervorheben und sich die Wegebeziehungen wenig ändern.

Ausschussvorsitzender Matthias Büttner (AfD), der die mit zahlreichen Tagesordnungspunkten versehene Beratung ohne Umschweife innerhalb einer guten Stunde durchzog, wollte wissen, ob sich durch die Umnutzung der „Post“ am Parkverhalten der Bürger etwas geändert habe. Epperlein verneinte das. Nach wie vor würden die Kurzzeit-Parkplätze rege genutzt.

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Die favorisierte Variante fand wie von allen Ausschussmitgliedern auch die Zustimmung von Johann Hauser (FDP). Allerdings halte er den Zustand der öffentlichen WC-Anlage noch immer für unerträglich. Die zerstörten und geschlossenen Toiletten – nur das Behinderten-WC ist laut Verwaltung momentan benutzbar – waren mehrmals in der Öffentlichkeit kritisiert worden.

WC wird später gemacht

„Wir wollen im November Fördermittel für eine Komplett-Erneuerung beantragen“, reagierte Susanne Epperlein darauf. Eine Teilerneuerung der Anlage sei durch die Modulbauweise nicht möglich. 2021 wäre das zu realisieren, aber möglichst an einem kontrollierbareren Standort.

Hauser zeigte sich froh und wünschte „viel Erfolg bei der Umsetzung!“

Die Gehölze am derzeitigen Parkplatz seien „ziemlich zerrupft“, meinte Margit Kietz (Linke) und fragte nach diesbezüglichen Plänen. Die würden ersetzt durch „kleinkronige Stadtbäume wie auf der anderen Seite des Postrings“. Susanne Epperlein ergänzt: Die neuen Bäume würden die Pkw trotzdem schon beschatten und seien pflegearm. Derweil sei das Pappelwäldchen zum Grundstück ehemals Binder „zur Beseitigung freigegeben“.

Wirtschaftsförderer Christian Schüler ergänzte, dass die genannten Planungen eine Grundlage zur Ausweisung eines touristischen Projekts seien. Damit wäre nämlich Platz für sieben Wohnmobile zu schaffen. Hierzu erwähnte die Fachdienstleiterin noch, dass man deshalb bei der Planung der neuen WC-Anlage auch an Duschmöglichkeiten für Wohnmobil-Gäste denke.

Ulrich Leubeling (SPD/Grüne) interessierte noch die Ersatzpflanzungen und vorbeugende Maßnahmen gegen „Beetlatscher“. Ersteres unterstrich Oberbürgermeister Sven Wagner (SPD): „Ja, für jeden Baum!“ Susanne Epperlein zum Zweiten: „Ich kann mich in die Lage versetzen. Das wird entsprechend verhindert.“

Und ähnlich einfühlsam äußerte sich auch Hans-Jürgen Lärz (CDU) bezüglich der WC-Anlage. Die sei ganz wichtig. Die Planung des gesamten Parkplatzes bezeichnete er als „zukunftsorientierte Planung für den Tourismus“.