Egelner Mulde l Das sagte Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr (UWGE) am Dienstagabend bei der Verbandsgemeinderatssitzung im Egelner Rathaus. Er erinnerte an den Besuch der jüngsten Kreistagssitzung zusammen mit Verbandsgemeinderäten. Dort hatte er sich erneut über den Schülerverkehr zwischen der Bodestadt und Staßfurt öffentlich beklagt.

Seit Schuljahresbeginn hat der Landkreis, der den Schülerverkehr organisiert offenbar erhebliche Probleme in der Egelner Mulde. So sind die Busse permanent überfüllt, sagte Stöhr. Um überfüllte Busse zu verhindern hatte die für den Öffentlichen Personennahverkehr zuständige Kreisverkehrsgesellschaft Salzland kurzerhand einen Halt eines Busses in Egeln gestrichen, erinnerte Michael Stöhr.

Gespräch mit Landrat

Die Antworten von der Spitze der Kreisgesellschaft hätten ihn nicht überzeugt, sagte er weiter. Gestern wollte er sich deshalb erneut mit den Verantwortlichen Mitarbeitern und dem Landrat zu dem Thema treffen, kündigte er am Dienstagabend an. Ziel sei es dabei, die Kapazität der eingesetzten Busflotte deutlich zu erhöhen. Es könne nicht sein, dass die Schüler morgens schon mehr als 40 Minuten im Bus stehen müssten, sagte er im Verbandsgemeinderat. Er selbst war bereits morgens schon mitgefahren und hatten Fotos von den Zuständen in einem der Linienbusse gemacht.

Die Fahrten mit dem Bus bedeuten für die Schüler puren Stress, warf er dem Kreis vor, nicht ausreichend Kapazität zur Verfügung zu stellen. Außerdem erinnerte er daran, dass sich die Situation vom vergangenen Jahr wiederhole. Die Busse seien morgens randvoll, schilderte er seine Erfahrungen. Die Beschwerden von Eltern häuften sich. Viel Zeit verwende er darauf, sich dem Thema zu widmen und mit dem Kreis um Lösungen zu ringen, sagte er. Er hoffe, sagte er weiter, dass der Landkreis nach den Herbstferien das Problem mit der offenbar deutlich zu knapp bemessenen Kapazität in den Griff bekomme. Nach Kreisangabe benutzen täglich gut 240 Schüler aus der Egelner Mulde die Busse, um in Staßfurt eine Schule zu besuchen. Ein Teil der Schüler werde aber ebenso von den Eltern täglich nach Staßfurt gefahren, sagte Stöhr.