Hecklingen l Bevor Vereinschef Harry Wehr die diesjährigen Schützenkönige proklamierte, bat er den Hecklinger Bürgermeister Uwe Epperlein zu sich. Denn der Stadtchef hatte am Sonnabend Geburtstag, sagte Harry Wehr. Mit einem Blumenstrauß gratulierte er ihm vor der Ausrufung der neuen Könige.

35 Mitglieder der Hecklinger Schützengilde 1849 beteiligten sich am Königsschießen auf der vereinseigenen Anlage vor den Toren der Stadt. Die Teilnehmer beim Kampf um den Schützenkönig konnten sich bei dem Wettkampf zuerst mit fünf Schuss einschießen. Anschließend durften sie weitere fünf Wertungsschüsse abgeben.

Ehemalige Könige dürfen an dem jährlichen Vereinswettkampf erst nach einer fünfjährigen Pause teilnehmen, erzählte Harry Wehr.

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Beste Bogenschützen

Zunächst zeichnete Jürgen Butscher allerdings die besten Bogenschützen aus. Mit gut 30 Mitgliedern habe sich die Bogenschützenabteilung gut entwickelt und mische inzwischen beim Kampf um Landesmeistertitel ganz oben mit, sagte er zufrieden. Vor allem Kinder und Jugendliche begeistern sich für den Sport mit Pfeil und Bogen. Neben einer amtierenden Landesmeisterin im Jugendbereich rechnet die Schützengilde sich auch Titel im kommenden Jahr in einigen Disziplinen aus.

Bei der anschließenden Proklamation der Schützenkönige machte es Harry Wehr wieder spannend. Die neuen Könige der Schützengilde haben viel Erfahrung mit der Königswürde, sagte er vorab.

Vor der Nennung der Namen gibt es immer einige Hinweise auf die neuen Könige. Der Schützenkönig, sagte er, bewohne ein schönes Haus, hoch über Hecklingen. Die Seniorenkönigin habe einen grünen Daumen, wusste er zu berichten. Der Seniorenkönig sei zudem ein sehr guter Schütze, lobte er.

Die Scheiben hatte die Vereinsführung mitgebracht. Das Rennen um die Königswürde war dabei durchaus knapp. Schützenkönig Michael Priese erreichte 49 von 50 Ringen und muss sich mit dem Ergebnis nicht verstecken. Gleich nach der Proklamation erhielt der neue König zwei Ritter zur Seite gestellt. Sie helfen dem König im kommenden Jahr und stehen ihm zur Seite. Öffentlich erfolgt der Ritterschlag auf dem Schützenball.

Die Hofdamen

Die Schützenkönigin erhält für die einjährige Amtszeit zwei Hofdamen an die Seite gestellt. Auch sie haben die Aufgabe die Königin zu unterstützen.

Traditionell eröffnen die Königspaare anschließend den gemütlichen Teil des Abends mit dem ersten Tanz. Gestern ging die Feier weiter. Allerdings verzichteten die Könige auf das traditionelle Anschlagen der Königsscheiben am Haus, sondern luden die Schützenschwestern und -brüder zum geselligen Zusammensein ein. Die Zeit, sagte Michael Priese, werde sonst zu knapp. Schließlich wollen sich die Schützenkönige erkenntlich zeigen und für die Vereinsmitglieder eine große Runde ausgeben, um mit ihnen gemeinsam den Titel zu feiern.