Staßfut l 1,4 Millionen schlagen für das jüngste Vorhaben zu Buche. Etwas mehr als die Hälfte davon kommt nun mit 830 000 Euro vom Land. Damit kann das Mehrzweckgebäude des Schulzentrums in Staßfurt-Nord komplett saniert werden.

Die anstehende Baumaßnahme beinhaltet unter anderem eine komplette Außendämmung, die Erneuerung der Heizungs- und der Elektroanlagen sowie den Einbau neuer Fenster. Dazu bekommt das Gebäude einen neuen Fußboden, neue Wasserleitungen, Abwasser- und Toilettenanlagen. Die Planungen stecken noch in den Startlöchern.

Das Mehrzweckgebäude des Schulzentrums Nord (Grundschule, Gemeinschaftsschule und Förderschule) beherbergt aktuell einen Speise- und Veranstaltungsraum in Kombination mit einer Ausgabeküche sowie sechs Unterrichtsräume.

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Die Fördermittel kommen aus dem Stark-III-Programm. Finanzminister Michael Richter wünscht für die Bauarbeiten viel Erfolg und den künftigen Nutzern viel Freude bei besseren Unterrichts- und Pausenbedingungen. Den Eigenanteil haben Stadt- und Landkreis als jeweilige Schulträger beizusteuern.

Die Ludwig-Uhland-Schule

Die Stadt hat derweil vier andere insgesamt mehrere millionenschwere Großbaustellen in Arbeit. „An der Grundschule Ludwig Uhland ist der nichtstatische Abbruch erledigt“, informiert Fachdienstleiterin Ina Siebert von der Stadtverwaltung über den Stand der Dinge. Die Firma Jäger-Bau Bernburg sei dabei, den Hauptschornstein abzureißen. Hier machen Dirk Mittelstraß und seine Kollegen gerade Platz für den Fahrstuhl. Alles in Handarbeit. 24 Meter hoch ist die gemauerte Esse. Drei Wochen werden allein für diese Aufgabe benötigt. Alle anderen Aufträge für die Uhlandschule befinden sich in der Ausschreibung.

Die Fertigstellung der Baumaßnahme richte sich nach den Vorgaben des Förder- und Bewilligungszeitraums. Abgeschlossen sind der Umbau des Speiseraums einschließlich Anbau eines Sanitärcontainers für die Nutzung als Horträume beziehungsweise später als Kindertreff Leo.

Zur Sporthalle würden zudem die Vorbereitung der Ausschreibungen laufen, so Siebert. Firmen in gewünschten Zeitrahmen zu finden, das sei übrigens momentan meist sehr schwierig. Die Auftragsbücher sind voll. Die Stadt versucht aber, die Vergaben möglichst auch ortsnah unterzubringen.

Kita Pusteblume Neundorf

Das Großprojekt zur Kita Pusteblume in Neundorf ist soweit, dass im Altbau derzeit der Innenausbau (Estrich, Trockenbau, Malerarbeiten) sowie Dachdeckerarbeiten laufen. Ebenfalls alles Handwerk und ohne große Hilfe durch Maschinen. Diese Arbeiten sollen bis 2. August erfolgen.

Für den Bauteil II steht die Gebäudehülle – geputzt und mit Estrich-Einbau versehen.

Dieser Tage beginnen nun die Arbeiten für das Wärmedämmverbundsystem für alle Bereiche. Nach Abschluss der Maler- und Belagsarbeiten werden die Arbeiten für Heizung, Lüftung und Sanitär sowie Elektrik wieder aufgenommen. Nach gegenwärtigem Stand ist der Fertigstellungstermin für Ende dieses Jahres vorgesehen.

Kita Benjamin Blümchen

Unterdessen laufen in der Kita Benjamin Blümchen in Förderstedt die Abbrucharbeiten. „Entgegen der ursprünglichen Planung für einen Teilabriss erfolgt jetzt auf Grund statischer Gegebenheiten ein kompletter Abriss und Neubau“, erläutert Ina Siebert. Bauvorbereitende Maßnahmen sind beauftragt, weitere Gewerke befinden sich in der Ausschreibung.

Die Fertigstellung der Baumaßnahme ist im Rahmen des Förder- und Bewilligungszeitraums für Ende 2020 geplant.

Bergmännchen Staßfurt

Eine europaweite Ausschreibung der Fachplanungen wird nun für die Kindertagesstätte Bergmännchen in Staßfurt vorbereitet. Die Ausschreibung der bauvorbereitenden Maßnahmen erfolgt demnächst.

Der Umzug dieser Kita in Räumlichkeiten der Kita Sandmännchen wird im IV. Quartal dieses Jahres erfolgen.

„Der Rückzug der Kitas in die sanierten Gebäude erfolgt jeweils zeitnah nach der Fertigstellung. Über die genauen Zeitpunkte werden die Eltern natürlich rechtzeitig informiert“, so die Fachdienstleiterin.

Und zu eventuellen Mehrkosten, die dem allgemeinen Bauboom geschuldet sind, erklärt sie: „Bei der Haushaltsplanung für die Jahre 2019 und 2020 sowie für die mittelfristige Planung wurde eine Kostensteigerung von 18 Prozent berücksichtigt.“