Staßfurt l Nach dem schweren Verkehrsunfall zwischen Staßfurt und Unseburg mit drei Verletzten lobt Staßfurts Stadtwehrleiter Tobias Schumann den Einsatz der Rettungskräfte. Neben den Kameraden der Feuerwehren aus Löderburg und Staßfurt waren auch die Polizei sowie Rettungsdienste aus Staßfurt und Calbe in den Morgenstunden des 1. Mai im Einsatz. „Ich bin begeistert von der professionellen Zusammenarbeit aller“, sagt der oberste Feuerwehrchef der Salzstadt.

Einsatz

Gegen 0.38 Uhr wurden am Dienstag die Kameraden der Löderburger Feuerwehr durch die Leitstelle alarmiert. „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“ war das Einsatzstichwort. Die Feuerwehrleute rückten sofort zum Unglücksort hinter dem „Braunschen Kreuz“ Richtung Rothenförde/Unseburg aus. Bei allen Einsätzen, so Tobias Schumann, werde auch die Stadtwehrleitung sofort von der Leitstelle informiert. Je nach Lage fahren er und sein Stellvertreter Christian Brinse mit dem Kommandowagen zusätzlich mit in den Einsatz. „Am 1. Mai war das nach der ersten Lageeinschätzung erforderlich. Denn mindestens eine Person hat sich in einer akuten Notlagen befunden.“

Ursache unklar

Zum Unfallhergang berichtet die Polizei des Salzlandkreises, dass auf gerader Strecke ein 32-jähriger Mann in seinem Auto aus bisher ungeklärter Ursache von seiner Fahrbahn abgekommen und in den Gegenverkehr geraten war. Sein Auto stieß mit einem anderen zusammen. Durch die starke Kollision wurde der 32-Jährige in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Das andere Auto, besetzt mit einer Familie, wurde auf den Grünstreifen geschleudert. Hier gab es nach ersten Erkenntnissen zwei verletzte Personen.

Hilfeleistung

Der Notarzt versorgte die Verletzten. Die zuerst eingetroffene Ortswehr Löderburg begann daneben mit der Rettung der eingeklemmten Person. Gleichzeitig wurden die Staßfurter Kameraden nachgefordert, sie waren wenige Minuten später da. So wurde sichergestellt, erklärt der Stadtwehrleiter, dass genügend Werkzeuge und Geräte zur technischen Hilfeleistung zur Verfügung stehen. Die Feuerwehr habe in Absprache mit dem Notarzt geklärt, wie der Eingeklemmte aus seinem Auto befreit werden kann. „Wir haben uns entschieden, dass Dach des Fahrzeugs aufzuschneiden.“ Die Feuerwehrleute haben das Auto gesichert, die gesamte Zeit über die Unfallstelle ausgeleuchtet, mit dem hydraulischen Rettungssatz - also Schere und Spreizer – öffneten sie das Fahrzeug. „Diese Arbeiten erfordern viel Präzision, denn Erschütterungen müssen für den Verletzten so gut wie möglich vermieden werden.“ Alles, so Tobias Schumann, habe rund eine halbe Stunde gedauert.

Schäden

Als der eingeklemmte Fahrer befreit war, wurde er mit dem Rettungswagen in das Uniklinikum Magdeburg gefahren. Die anderen Verletzten kamen zur Beobachtung in umliegende Krankenhäuser. Die Kameraden beseitigten im Anschluss noch ausgelaufene Betriebsstoffe, räumten Trümmerteile auf und reinigten die Straße. An beiden Autos entstanden hohe Sachschäden. Sie mussten vom Abschleppdienst abgeholt werden.

Der Unfall mit seinen Folgen für die Insassen sei eine Herausforderung für alle gewesen, so Tobias Schumann. „Hier war von den Einsatzkräften Qualitätsarbeit gefragt, um den Verletzten schnell professionelle Hilfe zukommen zu lassen.“ Das sei sehr gut gelungen. Die Feuerwehr hoffe jetzt vor allem, dass sie einen Beitrag dazu leisten konnte, dass die Verletzten schnell wieder genesen.