Unseburg l Deshalb wurde im Ortsteil Unseburg gleich in mehreren Straßen des Ortes eine Tempo-30-Zone eingerichtet. Dabei handelt es sich um die Wallstraße, die Rudolf-Breitscheid-Straße, die Clara-Zetkin-Straße, die Schulstraße, die Breite Straße und der Lindenplatz.

Gefahr für spielende Kinder

„Gerade hier an einem Spielplatz sieht man, dass sich manche Leute nicht an die Gepflogenheiten halten. Sie vergleichen manche Straßen mit Rennstrecken. Das können wir so nicht akzeptieren. Gerade hier, wenn wir an unsere Kinder denken. Darum ist eine Geschwindigkeitsbeschränkung eingeführt worden“, sagte Bürgermeister Peter Fries (CDU) Sonnabendnachmittag am Rande des Weihnachtsmarktes, der auf dem Burgplatz stattfand.

„Die Maßnahme wurde inzwischen umgesetzt“, fügte das Ortsoberhaupt hinzu. Die entsprechenden Schilder sind am 26. November aufgestellt worden.

Räte ergreifen Initiative

Die Pläne für die Einführung eine Tempo-30-Zone in Unseburg stammen von den Gemeinderäten Renate Wolf (CDU) und Andreas Kowalski (parteilos). „Sie hatten nach erkannten Problemen in einer Gemeinderatssitzung den Antrag für eine verkehrsberuhigte Zone in Unseburg gestellt“, sagte Fries und kündigte an: „Wenn das nicht helfen sollte, werden wir noch restriktiver damit umgehen und das Ordnungamt und die Polizei bitten, Kontrollen durchführen.“ „Die Kinder sind unser höchstes Gut. Die Straßen sind gut ausgebaut. Der Nachteil ist, dass einige das für sich ausnutzen und rasen“, sagte das Ortsoberhaupt.

Fries bittet die Kraftfahrer darum, sich an die Neuregelung zu halten. „Außerdem möchten wir, dass in beiden Ortsteilen die Fahrzeuge so abgestellt werden, dass die Rettungsfahrzeuge ungehindert ihren Dienst ermöglichen können. Überwiegend ist ein Abstellen der Fahrzeuge auch auf dem Grundstück möglich“, sagte der Bördeaue-Bürgermeister.

Er hat inzwischen die Erfahrung gemacht, dass diese Maßnahmen bei den Bürgern in Unseburg überwiegend gut ankommen. „Die Leute sagten mir, sie finden das gut“, so Fries. Die beiden Räte, Renate Wolf und Andreas Kowalski, seien überrascht gewesen, wie schnell ihr Vorschlag in die Tat umgesetzt wurde.

„Das ist erst einmal nur für Unseburg. In Tarthun haben wir geschwindigkeitsmäßig nicht so die Probleme, dafür aber mit dem Abstellen der Fahrzeuge“, sagte der Bürgermeister.

Enge Straße

In der Ratssitzung hatte Andreas Kowalski auch auf die sehr enge Straße im Bereich der Brücke in Richtung Tarthun aufmerksam gemacht. Dort könne es zu Zusammenstößen an den Pkw-Spiegeln kommen, sagte er. Der Bürgermeister sagte, er habe vorgeschlagen, an der Brücke aus Richtung Tarthun eine Vorfahrtsregelung zu treffen. „Das hat der Landkreis mit der Begründung abgelehnt, dass das keine unübersichtliche Stelle sei“, so Fries. Dafür gebe es einen Spiegel am Bäcker, hieß es. „Die Kreuzung ist richtig doof“, meinte der Bürgermeister zu einem Hinweis, dass man aus der Bäckergasse den Verkehr auf der Breiten Straße kaum einsehen könne.

Lars Gareis (parteilos) sagte, er habe Hinweise von Bürgern bekommen, in der Ernst-Thälmann-Straße in Tarthun beidseitig einen Blitzer anzubringen. „Ich glaube, da fährt keiner 50 Stundenkilometer“, sagte Gareis. „Das hatten wir schon auf dem Zug“, sagte der Bürgermeister.

Markus Evert (parteilos) regte an, dort solche Geschwindigkeitsanzeigetafeln aufzustellen wie in der Rothenförder Straße in Unseburg. Renate Wolf (CDU) teilte mit, dass es am Friedhof eine Rennstrecke gebe.