Staßfurt l Ein kleiner Druck oben am Knauf, schon bewegen sich die beiden Zangen des Greifers auseinander. Immerhin: Bücken musste sich Sabine Ahne nicht. Trotzdem wollte wohl kaum einer mit ihr und den anderen Mitarbeitern vom Stadtpflegebetrieb der Stadt Staßfurt tauschen. Denn diese mussten gestern ausrücken, um die verwüsteten Stellen von Raketen, Batterien, Verpackungen von Knallern und ähnlichem zu befreien.

Besonders am Königsplatz haben die Feierwütigen in ihrer Freude über den Jahreswechsel schlimme Spuren hinterlassen. „Da kamen wohl Leute aus den ganzen Nebenstraßen zusammen, um zu knallen“, sagte Rainer Busse, Teamkoordinator Straße beim Stadtpflegebetrieb. Weil vor allem auf den Wiesen der Müll liegen gelassen wurde, waren die Mitarbeiter mit Manpower gefordert. „Da kommen wir mit den Kehrmaschinen nicht hin. Das muss von Hand gemacht werden“, so Busse. Bis zum Nachmittag waren die Mitarbeiter zu Gange.

Aber sonst? Wie verlief der Jahreswechsel? Gut ist, dass es wenig Vandalismus und Zerstörungen gab. „Es sieht sehr gut aus. Wir sind erstaunt, wie wenig demoliert wurde“, sagt Martin Kühnert vom Ordnungsamt. „Ein paar Verkehrszeichen sind kaputt, aber das kann am Sturm gelegen haben.“ Am Postring sind Verkehrsschilder verbogen. „Ansonsten hat sich alles in Grenzen gehalten“, so Busse.

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Ärgerlich waren aber die Vorfälle am Busbahnhof. Die dort erst im Dezember aufgestellten Wartehallen wurden erneut beschädigt. Nach den Graffiti-Schmierereien (Volksstimme berichtete) waren Lausbuben nun unterwegs und haben die Blechwände eingetreten, die Halterungen sind herausgebrochen. „Diese müssen neu verschweißt werden“, so Busse. Möglicherweise muss dafür eine Firma kontaktiert werden. Zudem sind zwei Fahrstühle an den Gleis-Brücken defekt. Auch hier hat sich die Zerstörungswut einiger Unverbesserlicher Bahn gebrochen.

Die Feuerwehr war in der Silvesternacht zu zwei Kleinbränden ausgerückt. Auch hier galt: Die Nacht verlief ruhig.