Neundorf l Der TSV Neundorf 1887 berichtet über das Vereinsjahr 2017. Vorsitzender Jan Krokotsch erklärte bei der kürzlichen Jahresversammlung, dass zum Ende des Jahres 2017 genau 191 Mitglieder, davon 83 Frauen, im Verein organisiert waren. Das sind 19 Mitglieder weniger als 2016. 78 Mitglieder sind älter als 60 Jahre, nur 11 sind unter 18 Jahre. „Wie man an den Zahlen sieht, hat bei uns der demografische Wandel voll zugeschlagen“, kommentierte Jan Krokotsch.

Gruppen

Das spiegelt sich auch in den Sportgruppen wider. Im Fußball existieren noch zwei Mannschaften. Die Männer sind nicht mehr immer allein spielfähig und verhandeln bereits mit Nachbarvereinen über Spielgemeinschaften. Die C- Jugend spielt bereits in Gemeinschaft mit Güsten und steht stabil auf Platz 3. Der Verein hofft, dass die jungen Männer bald als Erwachsene die Männermannschaft verstärken werden.

Die Hockeyspieler stehen zwar im Wettspielbetrieb, haben aber schlechte Trainingsbedingungen, an denen sich seit 2017 nichts ändert. „Trotz Termin beim Oberbürgermeister Sven Wagner ist das Ergebnis nicht befriedigend“, sagte Jan Krokotsch und mutmaßte, dass man die Sportart bald zu Grabe tragen müsse.

Alle weiteren Sportarten, wie Gymnastik, Tischtennis, Radfahren, Seniorensport, Volleyball und Gymnastik werden rein im Freizeitbetrieb betrieben. Vor allem Tischtennis, Volleyball und Gymnastik haben sich gut entwickelt.

Der Vorstand des Vereins blieb in 2017 aktiv bei seiner Arbeit und organisierte Höhepunkte für den ganzen Verein, wie einen Wandertag mit weiteren Neundorfer Vereinen, eine Radtour nach Strenzfeld, ein Sportfest im September und eine Wanderung durchs Dorf anstelle des Silvesterlaufs, was alles sehr gut von den Einwohnern angenommen wurde.

Kritik an Stadt

Ein Problem sind für die Vereinssportler die Sportanlagen in Neundorf. Der Verein zahlt einen Beitrag für die Nutzung der Sportanlagen, aber mit den Gegenleistungen der Stadt sei man nicht zufrieden, was den Sportplatz und die Turnhalle anbelangt. Der Vorsitzende kritisierte die Stadt dafür scharf.

Wieder positiv betrachtet wurde das Engagement einiger Vereinssportler - Gisela Tiem und ihre Seniorensportgruppe, der junge Fußballer Nino Hennicke, der mit dem Fair- Play-Preis geehrt wurde, oder die C-Jugend im Fußball, die als teambildende Maßnahme eine finanzielle Unterstützung bekam.