Egeln l Anfangs schien es als ob das Egelner Stadtfest dieses Mal ein Reinfall werden würde, denn am Nachmittag zog es nur vereinzelt Gäste auf die Wasserburg, was aufgrund von Temperaturen weit über der 30 Grad-Marke kein Wunder war. Deshalb brauchte Bürgermeister Reinhard Luckner (UWGE), der angekündigt hatte, jedem Kind ein Eis zu spendieren, nicht ganz so tief in die Tasche greifen.

Punkt 14 Uhr öffneten sich auf der Wasserburg zum dritten Mal die Tore zum weiß-blau geschmückten Burghof. Die Stadt Egeln hieß dort alle Gäste in bayrischer Tracht, bei bayrischen Getränken, zu bayrischem Essen sowie zu bayrischer Musik herzlich willkommen.

Um 15 Uhr gab es zunächst ein Kinderfest. Die Kleinen wurden von Clown Woody mit Spiel, Spaß und Ballonmodellieren unterhalten. Auch eine bayrische-Kinder-Olympiade sorgte für Kurzweil bei den Mädchen und Jungen. Die Hakeborner Dorfmusik begleitete die Gäste bei sengender Hitze durch den Nachmittag. Aber am Abend als es etwas kühler wurde und die Sommergaudiparty mit Jörg aus Groß Börnecke und Patrick aus Halle (Saale) begann, strömten die Besucher aus nah und fern in Scharen auf den Burghof. Da herrschte eine ausgelassene Stimmung. Mit dabei war das Andreas-Gabalier-Double, das erst am späten Abend auftrat. Das DJ-Team der „Wilden Zicke“ hatte sich vorgenommen, die Burg zum Beben zu bringen, was ihm auch gelang. Für alle, die in Tracht gekommen waren, gab es am Abend drei Euro Rabatt auf den Eintrittspreis.

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Hohe Besucherzahl

„Unser drittes Stadtdfest ist sehr gut gelaufen“, schätzte Reinhard Luckner gestern im Rückblick ein. Wegen der hohen Besucherzahl am Abend, wegen des ansprechenden Programms und der bayrischen Speisen und Getränke sprach das Stadtoberhaupt von einem Erfolg. „Es war eine Sommergaudi auf bayrisch, die bei den Gästen angekommen ist. Das zeigte auch, dass viele in einer bayrischen Tracht kamen“, sagte der Bürgermeister und fügte hinzu: „Das war aber keine Kopie eines Oktoberfestes, sondern eine Sommergaudi.“

Diese Veranstaltung führte die Stadt Egeln gemeinsam mit der Diskothek „Wilde Zicke“ und dem Hotel „Weißer Schwan“ durch. Beide zeichneten sich für die Gastronomie verantwortlich und die „Wilde Zicke“ kümmerte sich noch um das Programm. „Das war genau der richtige Schritt“, so der Bürgermeister.

Die Idee zu dieser Sommergaudi hatten die Männer vom Stammtisch des Hotels, die sich auf vielfältige Weise für eine schönere Stadt Egeln engagieren. „Das war mal was anderes. Discos gibt es in jedem Ort“, sagte Gordon Tamm, der Chef der „Wilden Zicke“ in Egeln. Auf sein Fazit angesprochen, sagte er: „Wir waren zufrieden, nach oben ist aber noch Luft. Musikalisch war es klasse und auch das Andreas-Gabalier-Double war gut. Im Vergleich zum vorigen Jahr waren viel mehr Leute in Tracht erschienen.“

Neuauflage geplant

Zur 1079-Jahr-Feier der Stadt Egeln im kommenden Jahr werde es auf alle Fälle wieder eine Sommergaudi als Stadtfest geben, kündigte der Bürgermeister an. Er könnte sich vorstellen, dass diese dann aber nicht auf der Wasserburg, sondern mitten auf dem Markplatz in der Stadt stattfindet.