Staßfurt l Beim Festakt zu 25 Jahre Stadtwerke Staßfurt, der ursprünglich als großes Open-Air im September auf dem Benneckschen Hof stattfinden sollte und jetzt doch am Mittwochabend als interne Feier im Salzlandtheater begangen wurde, präsentierte Oberbürgermeister Sven Wagner auch den künftigen Geschäftsführer, der Doris Eckstein ablösen soll.

Die Stadt hatte den Posten des Geschäftsführers der Stadtwerke bereits vor längerer Zeit ausgeschrieben. Denn die aktuelle Geschäftsführerin Doris Eckstein scheidet Ende November aus. Allerdings zog sich die Suche nach der Nachfolge hin. Nach Volksstimme-Information war ein Bewerber bereits ausgewählt und eingearbeitet worden, dessen Qualifizierung nach genauerer Überprüfung dann aber doch nicht ausreichte. Die Suche nach der richtigen Person zog sich deshalb länger als geplant hin.

Beworben auf die Stellenausschreibung hatte sich Eugen Keller, der nun am Mittwochabend von Oberbürgermeister Sven Wagner und Hans-Georg Köpper als Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Stadtwerke begrüßt wurde und sich selbst kurz vorstellte.

40-Jähriger kommt aus Hessen

Eugen Keller ist 40 Jahre jung, stammt ursprünglich aus dem russischen Raum und lebte zuletzt in Tanusstein in Hessen. Er wohnt jetzt bereits in Staßfurt, seine Frau und seine drei Kinder sollen im kommenden Sommer nach Staßfurt kommen. Die Familie wolle sich hier niederlassen, sagte er gegenüber Volksstimme.

Seit Mittwoch ist er bei den Stadtwerken als kaufmännischer Leiter eingesetzt, in den kommenden drei Wochen wird er an der Seite von Doris Eckstein in die Geschäfte eingeführt. Dann geht sie offiziell in den Ruhestand und Eugen Keller wird ab 1. Dezember Geschäftsführer, zunächst für fünf Jahre.

Eugen Keller hat Betriebswirtschaftslehre studiert und lebte in früheren Phasen seines Lebens bereits in Bernburg und Teutschenthal. Aus diesem Grunde sei er mit der Region bereits vertraut, sagte er bei seiner Vorstellung.

Erfahrung in der Energieversorgung

Tätig war er bereits bei größeren Energieversorgungsunternehmen im privatwirtschaftlichen Sektor. Bei der EnBW (Energie Baden-Württemberg), einem börsennotierten Energieversorgungsunternehmen mit Hauptsitz in Karlsruhe, hatte er eine leitende Position inne. Bei der Enovos Energie Deutschland in Wiesbaden, einem Stromversorgungsunternehmen, war er Leiter einer Abteilung. Handel, Beschaffung, Vertrieb und Digitalisierung in diesem Sektor haben ihn beruflich intensiv beschäftigt.

Gegenüber Volksstimme sagte Eugen Keller, er habe sich auf den Posten beworben, weil ihn die Verantwortung über ein ganzes Unternehmen reize und die Stadtwerke eine Möglichkeit seien, direkt mit am Kunden zu arbeiten. Eine Besonderheit bei kommunalen Energieversorgern sei das hohe Vertrauen seiner Kunden, sagte Eugen Keller, der bisher vor allem eine Ebene weiter weg, bei Zulieferern für solche kommunalen Unternehmen, aktiv war.

Nähe zur Kommune betont

„Ich freue mich auf die neue verantwortungsvolle Aufgabe bei den Stadtwerken", erklärte er. Er strebe weiterhin die enge Kooperation mit der Stadt an, eine zukunftsorientierte Energiewirtschaft sowie einen motivierten Mitarbeiterstab. Er betonte, dass auch ihm die Partnerschaften der Stadtwerke mit Dritten, etwa Vereinen, wichtig seien, um die Nähe des Unternehmens zur Kommune und den Kunden beizubehalten.