Staßfurt l „Ich denke, wir können auch dabei helfen, die Gewerbesteuern hier zu halten“, sagt Marius Sowislo vor gut 40 Teilnehmern des 7. Staßfurter Wirtschaftsstammtisches. Der Ex-FCM-Kapitän erklärt, mit welchem Ziel er die FCM-Fan-Card in Magdeburg vor einigen Jahren initiiert hat.

Kevin Klausnitzer vom Vorstand des Staßfurter Gewerbevereins hatte zuvor die Staßfurt-Card vorgestellt, die in absehbarer Zeit eingeführt werden soll und mit deren Hilfe Arbeitgeber Sozialabgaben für ihre Angestellten und diese wiederum Abgaben bis zu 1080 Euro im Jahr sparen können.

Kaufkraft im regionalen Wirtschaftskreislauf

Damit würde viel Kaufkraft im regionalen Wirtschaftskreislauf gehalten, die bislang überwiegend von überregional agierenden Konzernen abgeschöpft wird. Konkret würden steuerfreie Arbeitnehmer-Zu- wendungen in Form von Gutscheinen bis 44 Euro monatlich dann eben nicht, wie bisher überwiegend zu großen Versandhäusern oder Mineralölkonzernen wandern, sondern beim Einzelhandel vor Ort bleiben.

Der zahlt dann mehr Gewerbesteuern an die Kommune, hat mehr Möglichkeiten für Sponsorentätigkeiten. Andererseits sei das auch ein Instrument, Mitarbeiter zufriedener zu machen und die Stadt attraktiver, so Klausnitzer. Bislang beteiligen sich 60 Unternehmen. Je mehr es werden, umso vielseitiger das Angebot.

„Digital und dennoch regional – den Standort gegenüber dem Online-Handel stabil zu halten, ein Stück zusammenzurücken“, fasst Marius Sowislo das Ziel solcher Netzwerke nochmal zusammen.

Sein Geschäftspartner René Grzega von Tonfunk System-entwicklung und Service GmbH Ermsleben steht auch für die Staßfurt-Card zur Verfügung. Er nannte Referenzen für das Bezahl- und Vorteilssystem: „Der FCM und Hansa arbeiten damit, auch die komplette 1. belgische Liga.“ Weitere Themen des Stammtisches waren die Digitalisierung der Wirtschaft und die aktuelle Situation der digitalen Versorgungsträger in der Stadt.