Staßfurt l Die Wohnungs- und Baugesellschaft Wobau wird den Baustart für ihr „Haus am See“ am Mittwoch, 4. November, feierlich begehen. Der symbolische Spatenstich soll an der Baustelle auf dem Holzmarkt 7 am Stadtsee vollzogen werden. Die Einladungen an Vertreter der Stadt Staßfurt, des Landes, des Stadtrats und viele weitere Gäste gingen diese Woche heraus.

Unabhängig davon teil die Wobau mit, dass „die Baumaßnahmen in Kürze beginnen werden“. Das „Haus am See“ der Wobau ist der zweite Neubau, der am Stadtsee entsteht, und das neue Stadthaus für Bibliothek und Archiv flankieren wird.

Idee stammt von 2010

Die Idee zum „Haus am See“ der Wobau war bereits im Zuge der Internationalen Bauausstellung Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010 geboren worden. Die Stadt Staßfurt hatte sich mit einem Architektenwettbewerb für die Stadtsanierung erfolgreich beteiligt. Der neue Stadtkern umfasste die Neugestaltung des Areals am Stadtsee samt Umfeld als Mittelpunkt von Staßfurt.

Das Land schüttete Fördermittel für See, Rundweg und Brücke aus. Die öffentlichen Gelder für das Wohnhaus der Wobau sowie das Bibliotheks- und Archivgebäude der Stadt wurden bereits 2010 zugesagt, durch Verzögerungen aber mehrfach vom Land Sachsen-Anhalt zurückgezogen.

Mit dem Spatenstich zum „Haus am See“ kann nun nicht nur die letzte größere Maßnahme seit 2010 begonnen werden. Auch für die Wobau ist das Gebäude ein Akt mit Kosten von 4,2 Millionen Euro, wovon ein Drittel über Fördermittel finanziert wird.

Luxuswohnungen in bester Lage

Geplant sind 19 moderne Wohneinheiten mit Blick über den Stadtsee und bester Lage im Zentrum. Über vier Etagen werden Zwei- und Dreiraumwohnungen zu 60 bis 70 Quadratmetern sowie 80 bis 90 Quadratmetern entstehen. Alle Mieter kommen in den Genuss von Laubengang, Balkon und in der oberen Etage sogar Terrasse, dazu Fahrstuhl, Parkplätze und barrierefreie Zugänge. Mit sieben Euro pro Quadratmeter Kaltmiete werden sich die „Luxuswohnungen“ rund zwei Euro über dem Staßfurter Durchschnitt einpegeln.

Weil 2016 schon der Baustart angesetzt war und sich damals mehr Interessenten für die Wohnungen meldeten als vorhanden waren, hat die Wobau ein Bewerbungsverfahren gestartet und will 2021 das Los entscheiden lassen.