Staßfurt l Federführend untersucht das Landesverwaltungsamt, als oberste Verwaltungsbehörde in Sachsen-Anhalt, die rostigen Ablagerungen um den Friedensring herum, die seit diesem Sommer wieder vermehrt auftauchen. Dieses teilt mit: „Die dauerhaften Kontrollen werden weiter fortgesetzt“, so Sprecherin Denise Vopel. Zuvor hatte die Landesbehörde Anfang August intensive Kontrollen in der Gießerei in der Atzendorfer Straße durchgeführt und den Friedensring begutachtetet.

Unangekündigter Besuch

Mitarbeiter der Landesbehörde führten nun am 14. August eine weitere unangekündigte Vor-Ort-Begehung bei einer Firma in der Atzendorfer Straße durch. Welche Firma dies war, wird nicht genannt. Die Sprecherin teilt mit: „Der Betrieb wurde umfassend geprüft, Entstaubungsanlagen kontrolliert und weitere Untersuchungen durchgeführt.“ Der Betrieb muss außerdem alle eigenen Messdaten seit dem 1. Januar 2020 zur Auswertung herausgeben.

Eine Woche später musste dieselbe Firma, am 20. August, einen Dichtigkeitstest mit farbigem Staub in der Entstaubungsanlage der Strahlanlage durchführen, der von der Landesbehörde begleitet wurde. Ergebnis: „Der Test ergab keinen Nachweis über einen Farbpulveraustritt, welcher auf defekte Filterschläuche schließen lässt. Trotzdem wurde die Firma beauflagt, beginnenden Verschleißerscheinungen an den Filterschläuchen zeitnah entgegenzuwirken und vorsorglich für einen Austausch von beschädigten Schläuchen zu sorgen“, so die Sprecherin.

Suche in Kleingärten

Außerdem haben Mitarbeiter der Landesbehörde Begehungen im Wohnumfeld unternommen. „Bei einer Befragung zweier Kleingärtner gaben diese an, von dem Sachverhalt nur aus der Zeitung erfahren zu haben, ihnen selbst seien die beschriebenen Staubablagerungen bisher nicht aufgefallen“, so Vopel. In den Gärten haben die Mitarbeiter dann keine Ablagerungen auf weißen Gartenmöbeln, Fensterbänken und Pool festgestellt.

Auch den Salzlandkreis hatte die Landesbehörde aufgefordert, Kontrollen in Betrieben durchzuführen. „Über dabei gewonnene neue Erkenntnisse wird der Landkreis zeitnah berichten“, so Vopel.

Parallel meldeten sich weitere Anwohner mit neuen Hinweisen bei der Volksstimme (Bericht folgt).