Staßfurt l Verfallene Gebäude und Ruinen mitten in der Stadt – das ist nicht nur ein Problem in Staßfurts Innenstadt, sondern in allen Stadtteilen und in den Ortschaften. Oft hängt es daran, dass Eigentümer nicht zu finden sind oder sich einfach nicht kümmern.

An eines dieser Gebäude geht die Stadt jetzt heran und es soll nicht das einzige bleiben, das in frischem Glanz wiederbelebt werden soll.

Stadt wird Eigentümer

Die Rede ist von dem alten Eckhaus am Holzmarkt 1. Seit Jahren verfällt es immer weiter. Da es mit einer Seite zur Steinstraße zeigt, die gerade im Fokus der städtischen Entwicklung liegt, hatte es die Stadt vor einiger Zeit bei einer Auktion erhaschen können. Als Eigentümer des denkmalgeschützten Hauses kann die Verwaltung nun selbst entscheiden, an wen sie verkauft und vor allem, was später dort einmal einziehen wird.

„Wir möchten, dass das Haus sinnvoll im Sinne einer Innenstadtbelebung genutzt wird“, erklärt Julia Föckler aus dem Büro des Oberbürgermeisters. „Am besten wäre eine Nutzung durch Einzelhandel, ein Büro oder eine Arztpraxis.“ Dabei legt das Rathaus Wert auf barrierefreie Zugänge zum Gebäude.

Die Mitarbeiter des Bereiches Liegenschaften der Stadtverwaltung haben ein Konzept für das Objekt erarbeitet. Dabei wird nicht nur der Holzmarkt 1 angeboten, sondern mögliche Investoren könnten auch das freie Grundstück daneben Richtung Stadtsee dazu kaufen und dort anbauen. „Auch den Großen Markt 9 würde die Wobau Staßfurt, der das Gebäude gehört, verkaufen, wenn es ein gutes Nutzungskonzept gibt“, so Julia Föckler.

Entwurf vom Architekten

Ein Architekt hat mittlerweile einen Entwurf im Auftrag der Stadt erarbeitet. Dieser zeigt ein saniertes Haupthaus, einen modernen Anbau und einen Fahrstuhl, über den die Besucher in alle Etagen kommen. „Dies ist aber nur eine Idee und eine von vielen möglichen Varianten“, erklärt Julia Föckler. Interessenten könnten ihrer Fantasie freien Lauf lassen, solange Denkmalschutz und Barrierefreiheit beachtet werden.

Es seien bereits der eine oder andere Kaufinteressent im Rathaus gewesen, um sich zu informieren, so Julia Föckler. Aber fest ist noch nichts. „Vom ersten Interesse zur konkreten Idee ist es immer ein längerer Prozess.“