Atzendorf l Der Ortschaftsrat von Förderstedt hat dazu jetzt einstimmig einen zustimmenden Beschluss gefasst. Die Vorlage zum Straßenausbau mitsamt der Regenwasserabteilung muss am Montag noch den Bauausschuss des Staßfurter Stadtrates passieren. Nach derzeitigem Stand wird alles rund 500.000 Euro kosten.

Es gibt aber Fördermittel: 290.000 Euro werden aus dem Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum des Landes Sachsen-Anhalt bereitgestellt.

Gehweg neu

Demnach sollen die Fahrbahn und die Nebenanlagen im gesamten Bereich zwischen Hauptstraße und Friedrich-Engels-Straße grundhaft ertüchtigt werden. „Der Zustand jetzt ist sehr schlecht und entspricht nicht mehr den aktuellen Standards“, sagt Kevin Strauch vom Planungsbüro während der Ortschaftsratssitzung. Vorgesehen ist, dass im östlichen Bereich, also mit Blick in Richtung Engels-Straße auf der linken Seite, einseitig auf der gesamten Länge der Fußweg neu gebaut wird. Er wird über einen zehn Zentimeter hohen Hochbord von der Fahrbahn getrennt. Damit werde die jetzige Situation aufgegriffen. Der Gehweg wird eine durchgehende Mindestbreite von 1,50 Meter haben. Die Straße ist auf fünf Meter ausgelegt. Auf der gegenüberliegenden Seite wird ein Parkstreifen angelegt. Er wird mit einem überfahrbaren Rundbord das gleiche Niveau wie die Fahrbahn haben. Die Autos der Anlieger können dann halbseitig auf der Straße und halbseitig auf dem Parksteifen stehen. Damit trage man der Tatsache Rechnung, dass Platz für Versorgungsfahrzeuge, Feuerwehr und Rettungsdienst gelassen werden müsse.

Material und Optik

Aussagen machte der Planer auch zu den Materialien, die verwendet werden sollen: Der Parkstreifen wird in Natursteinpflaster ausgeführt. Dafür will man vorhandene und nicht verschlissene Steine der jetzigen Straße aufarbeiten und nutzen, damit den ortstypischen Charakter bewahren. Fahrbahn und Gehwege bestehen künftig aus Betonpflaster.

Kevin Stauch berichtet, dass die Staßfurter Stadtwerke die noch vorhandenen Masten für die Stromversorgung entfernen und ein Erdkabel mit entsprechenden Hausanschlüssen legen wollen. Außerdem wird die Straßenbeleuchtung durch die Stadtwerke komplett erneuert.

Der Wasser- und Abwasserzweckverband „Bode-Wipper“ ersetzt die Trinkwasserleitung aus Blei und veraltete Hausanschlüsse samt Armaturen und Schiebern.

Entwässerung

Ein großes Problem ist bisher die Oberflächenentwässerung der Straße. „Bei starken Niederschlägen bilden sich große Pfützen“, so der Planer. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte werde die Herzstraße eine Regenentwässerung erhalten. Ein Kanal, Straßenabläufe und Regenwasserhausanschlüsse werden angelegt. Das Wasser wird in Richtung Hauptstraße geführt.

Ortschaftsrat Klaus Engel wies darauf hin, dass das Wasser aus der Hauptstraße wiederum in den Milchgraben fließe. Der habe einen schlechten Zustand. „Es wird immer mehr angeschlossen, und wir müssen sicher gehen, dass es bei Starkregenereignissen nicht zu einem Rückstau in irgendeinem Bereich kommt. Verwaltung und Planer sagen, dass der Kanal in der Hauptstraße groß genug ausgelegt sei. In Fragen des Grabens wolle man sich mit dem Unterhaltungsverband verständigen.

Die Verwaltung teilt mit, dass die Anlieger der Herzstraße bereits in der vergangenen Woche über die geplanten Arbeiten informiert worden sind. Die Planung hätten Hinweise und Wünsche aufgenommen. Dabei ging es um die Anordnung von Zufahrten zu drei Grundstücken.