Staßfurt I In der Nacht zu Donnerstag war in Teilen Staßfurts der Strom weg. Die Kernstadt sowie Rathmannsdorf, Neundorf und Hohenerxleben sind von diesem Stromausfall betroffen gewesen. In Förderstedt und seinen Ortsteilen sowie in Staßfurt-Nord und Löderburg war die Versorgung dagegen konstant.

„Ein Kabelfehler hat zu den Ausfällen geführt. An der Ursachenfindung wird derzeit noch gearbeitet", sagt Torsten Beyer, Bereichsleiter Technik bei den Stadtwerken Staßfurt. Gegen 0.23 Uhr habe demnach die Netzüberwachung Alarm geschlagen. Das Stromnetz wird permanent kontrolliert. Bei außergewöhnlichen Ereignissen erfolgt automatisch eine Abschaltung, um weitere Schäden am Netz zu vermeiden. Der Bereitschaftsdienst des kommunalen Versorgers habe daraufhin sofort mit der Fehlersuche begonnen. „Das hat sich als sehr kompliziert erwiesen, weil die Fehlerursache unbekannt war und sich damit eine Lokalisierung schwierig gestaltete." Damit der Bereich genau eingegrenzt werden kann, habe es Suchschaltungen gegeben, berichtet Torsten Beyer. „Dabei werden bestimmte Bereiche freigeschaltet, um die Fehlerquelle eingrenzen zu können." Dadurch komme es zu häufigeren Ein- und Abschaltungen im Netzbereich, so Torsten Beyer. Davon berichten auch Volksstimme-Leser am Redaktionstelefon, die sich nach dem Stromausfall erkundigten und sagten, dass der Strom mal da und dann wieder weggewesen sei.

Eine Schadensstelle konnte im Bereich der Sodastraße ausfindig gemacht werden. „Hier hat es einen Kabelfehler gegeben, der mit einem Kurzschluss vergleichbar ist", erklärt der Technikchef. Am Donnerstag hat ein von den Stadtwerken beauftragtes Tiefbauunternehmen damit begonnen, das Kabel frei zu schachten und zu ersetzen. Zudem sei noch ein Messwagen unterwegs gewesen, um alle Netzbereiche zu überprüfen.

Was allerdings zu diesem mechanischen Defekt geführt habe, sei noch unklar. Die Stadtwerke würden deshalb alle Bereiche in Staßfurt und auch in Neundorf untersuchen, nachdem es entsprechende Meldungen der Systemüberwachung gegeben habe. Das, so der Bereichsleiter, werde noch einige Tage in Anspruch nehmen. Erst dann könnte Konkretes zu den Ursachen gesagt werden. Gegen 4.20 Uhr seien Donnerstag alle Stadtbereiche wieder mit Strom versorgt gewesen, berichtet Torsten Beyer und dankt für das Verständnis der Staßfurter. Er sagt auch, dass der Ausfall nichts mit dem neuen Umspannwerk in Förderstedt zu tun habe. „Auch die Verbindungsleitungen Richtung Staßfurt und die neuen Systeme waren ohne Unterbrechungen und Auffälligkeiten."