Güsten l Die große Stromtrasse soll in der Erde verlegt werden. Das war der Tenor der Sitzung des Güstener Stadtrats. Genauer forderte der Stadtrat einstimmig mit seinem Beschluss, die Stromtrasse als Erdkabel zu verlegen und lehnte die weitere Prüfung einer Freileitung ab. Die Verbandsgemeinde Saale-Wipper hatte den Antrag gestellt, zu prüfen, ob die Stromtrasse auch als Freileitung über der Erde möglich ist. Daraus hatte sich eine Trassenvariante ergeben, die neben Biere, Förderstedt, Löbnitz, Hohenerxleben, Rathmannsdorf und Osmarsleben verläuft.

Bei der Höchstspannungsleitung, die ab 2025 Windkraft aus dem Norden nach Bayern transportieren soll, werden derzeit verschiedene Trassenführungen diskutiert.

Neue Infoveranstaltung

Bürgermeister Helmut Zander erklärte, dass es am 2. Mai eine Beratung der betroffenen Gemeinden, durch die die Leitung führen könnte, und dem Salzlandkreis geben wird. „Außerdem soll eine weitere öffentliche Infoveranstaltung für Bürger stattfinden“, kündigte Helmut Zander an – am Montag, 13. Mai, von 16 bis 19 Uhr im Kurhaus Bernburg. Dort wird das Unternehmen 50Hertz Fragen beantworten.

Dass es bei der Diskussion um die Trasse, wozu kürzlich auch eine Infoveranstaltung in Güsten stattfand, nur um Wahlkampf ginge, wollte Stadtrat Tobias Pochanke (Die Linke) nicht so stehen lassen. „Das ist seit einem Jahr Thema in der Verbandsgemeinde und längst überfällig geworden.“

Varianten für Trasse

Im Oktober 2016 fand eine Informationsveranstaltung des Salzlandkreises statt, wo über mögliche Trassen informiert wurde. Bereits dann war klar, dass die Gebiete Güsten, Ilberstedt, Plötzkau und Alsleben betroffen sein könnten.

Im April 2017 informierte der Salzlandkreis die Gemeinden, wie mögliche Trassen verlaufen könnten. Eine Variante wäre östlich entlang der A14 nahe Biere, Glöthe, Löbnitz und Ilberstedt und eine andere östlich von Bernburg über Welsleben, Eggersdorf, Tornitz und Zuchau.