Staßfurt l Für eine Überraschung hat kürzlich eine Telekom-Leitung auf der Baustelle zum neuen Nettomarkt in der Löderburger Straße, Ecke Salzstraße gesorgt. Diese wurde mitten im Baufeld für den neuen Einkaufsmarkt gefunden. Natürlich hatte die Staßfurter Stadtverwaltung, die hier das Bauverfahren für den Konzern begleitet, eventuelle Leitungen im Boden vorher abgeklärt. Der Internet-Riese hatte die Lage seiner Hauptversorgungsleitung auch mitgeteilt, allerdings 25 Meter weiter, was den Neubau kaum gestört hätte.

Aber: „Während bereits erfolgter Erd- und Vermessungsarbeiten stellte sich heraus, dass die Trasse einer vorhandenen Telekom-Leitung nicht wie einst angenommen und durch die Telekom zunächst dargestellt, außerhalb des Baufensters liegt, sondern das Baufenster im nördlichen Bereich durchzieht“, heißt es in Unterlagen der Stadtverwaltung. Ungenaue Standortbestimmungen solcher Bestandsleitungen kommen ab und an vor.

„Diese Trasse ist die Hauptversorgungsleitung der Stadt Staßfurt und ist laut Aussage der Telekom nicht verlegbar“, so die Stadt. Daher mussten „die Lagen des Baukörpers und der Stellplatzanlage auf dem Grundstück“ neu angeordnet und etwas verschoben werden. Denn auf der Leitung darf der neue Netto nicht stehen.

Dies hat der Bauherr bereits umgesetzt – der Rohbau des Gebäudes steht. Nur baurechtlich müssen jetzt wegen der Verschiebung einige Formalien geändert werden.

Für den Neubau muss der Konzern auch eine Rasenfläche zur Salzstraße hin anlegen und etliche Sträuche und Bäume pflanzen.