Egeln l Die Mitglieder des Ausschusses für Kultus und Soziales des Verbandsgemeinderates wollen den Christophorus-Laden beziehungsweise die Egelner Tafel weiter fördern.

Mit einer Enthaltung stimmten sie in ihrer Sitzung in der Ganztagsschule Egeln dem Vorschlag von Ausschusschef Knut Kluczka (CDU) zu, die Tafel weiter jährlich mit 2000 Euro zu unterstützen. Das soll aber für eine gesamte Legislaturperiode lang gelten, also fünf Jahre. Bisher hatte es nur Verträge mit einer Laufzeit von drei Jahren gegeben.

Bekenntnis für die Tafel

„Es ist gerechtfertigt, dass wir diesen Betrag weiter zahlen“, sagte Kluczka. Schließlich kümmere sich diese Einrichtung auf der Wasserburg, die seit dem 1. Januar 2018 von der Klusstiftung zu Schneidlingen und Groß Börnecke geführt wird, im hilfebedürftige Menschen in der gesamten Egelner Mulde. „Auf Wunsch fahren die Mitarbeiter die Lebensmittelbeutel auch in die Gemeinden“, sagte Hauptamtsleiterin Dagmar Witzke. Hauptklientel der Tafel seien Rentner.

Im Volksstimme-Gespräch sagte der Leiter der Einrichtung, Rainer Salzmann, dass dort im Schnitt 60 bis 65 Bedarfsgemeinschaften, darunter Asylbewerber, Arbeitslosengeld-II-Empfänger, und Rentner mit Lebensmittelspenden versorgt werden.

„Die Bedürftigkeit muss von den Betroffenen nachgewiesen werden“, sagte der Verbandsgemeinde-Bürgermeister Michael Stöhr (UWGE).

Besuch empfohlen

Die Hauptamtsleiterin empfahl den Ausschussmitgliedern, der Tafel bei passender Gelegenheit einen Besuch abzustatten. Dadurch könnten sie sich selbst über die Arbeit der Klusstiftung überzeugen, die dort eigene Leute einsetzt.

Ihren Worten zufolge sei geplant, die Kleiderkammer der Stadt, die ebenfalls auf der Wasserburg untergebracht ist, nach dem Auslaufen der derzeitigen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen mit der Tafel zusammen zu führen.

Christine Gallinat (SPD) unterstützte den Vorstoß von Knut Kluczka. Da seien viele Leute ehrenamtlich tätig. Es sei zum Beispiel ganz toll wie die Behinderten im Restaurant im Tierpark in Staßfurt täglich ihrer Arbeit nachgehen.

Leistungen für Arme erweitern

In diesem Zusammenhang erinnerte Dagmar Witzke daran, dass die Klusstiftung ihr Dienstleistungsangebot für die Armen in der Verbandsgemeinde Egelner Mulde noch ausweiten wolle. Wie Egelns Bürgermeister Reinhard Kluckner (UWGE) im Oktober des vergangenen Jahres in einer Stadtratssitzung informiert hatte, plane die Klusstiftung in dem Flügel auf der Burg, in dem sich auch der Christophorus-Laden befindet, auch noch ein Sozialkaufhaus mit einem Elektroladen und einem Schuhgeschäft für Sozialschwache einzurichten.