Egeln l Die Egelner Tafel, mit der die Klusstiftung zu Schneidlingen und Groß Börnecke die Bedarfsgemeinschaften in der Egelner Mulde mit Lebensmittelspenden versorgt, wird regelmäßig von 63 Bedürftigen und 20 Kindern aus den Mitgliedsorten der Verbandsgemeinde sowie von dreizehn spontanen Kunden genutzt. Das teilte Hauptamtsleiterin Dagmar Witzke in der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderates mit.

„Wir hatten schon viel mehr Kunden. Jetzt ist ihre Zahl stabil“, erfuhr die Ressortchefin von der Stiftung. Dort gebe es Überlegungen, zukünftig auch noch die armen Rentner zu beliefern, die mit ihren geringen Einkünften nicht über die Runden kommen. Dafür wolle die Stiftung in den Seniorencafés werben.

Werbetrommel rühren

Der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Börde-Hakel, Ralf Diesing (CDU/WGB), regte an, für die Leistungen der Tafel auch im Amtsblatt der Verbandsgemeinde, den Egelner Nachrichten die Werbetrommel zu rühren.

Christine Gallinat (Fraktion SPD/Freie/Grüne) würde es gern sehen, wenn sich auch die Ortsoberhäupter dafür engagieren. „Die Bürgermeister wissen am besten, wer in ihrem Ort Hilfe braucht. Sie werden ja auch von den Leuten angesprochen. Es ist noch nicht überall angekommen, dass auch eine Lieferung der Lebensmittelbeutel in die Gemeinden der Egelner Mulde erfolgt“, sagte Christine Gallinat.

Wie Dagmar Witzke weiter informierte, verfügt die Egelner Tafel, die 2005 von der evangelischen Kirche als Christophorus-Laden gegründet und am 1. Januar 2018 von der Klusstiftung übernommen wurde, über eine Reihe von Sponsoren und Unterstützern. Dazu gehören unter anderem der Edeka-Markt in Egeln, der Netto-Markt Egeln, der NP-Markt in Hadmersleben, die Bäckerei Stelmecke in Borne, die Tafelgärten vom Regionalverband der Kleingärtner in Staßfurt und heimische Landwirtschaftsbetriebe der Egelner Mulde sowie die Pizzafa-brik Osterweddingen.

Wer Hilfe braucht

„Die Bürgermeister wissen am besten, wer in ihrem Ort Hilfe braucht. Sie werden ja auch von den Leuten angesprochen.“

Christine Gallinat (Fraktion SPD/Freie/Grüne), Mitglied des Verbandsgemeinderates der Egelner Mulde

Und dann gibt es auch noch einen Austausch von Lebensmittelspenden innerhalb des Tafelverbundes.

Die Stadt Egeln fördert die Tafel über das Hellmuthsche Legat mit rund 1000 Euro pro Jahr, sagte die Hauptamtsleiterin der Staßfurter Volksstimme. Darüber hinaus gewährt auch die Verbandsgemeinde Egelner Mulde der Einrichtung einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 2000 Euro. Das sieht ein Vertrag beider Seiten mit einer Laufzeit von drei Jahren vor, der nun erneuert werden muss.

Der Rat folgte einstimmig dem Vorschlag des Vorsitzenden des Ausschusses für Kultus und Soziales, Wolmirslebens Bürgermeister Knut Kluczka (CDU/WGB), die Zahlungen an die Legislaturperiode anzupassen. Das heißt, dass der neue Vertrag vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2024 läuft und die Klusstiftung jedes Jahr 2000 Euro von der Verbandsgemeinde bekommt. Die Weiterführung der finanziellen Unterstützung fand ebenfalls die einstimmige Zustimmung der Räte.