Hecklingen l  Seit vielen Jahren ist sie die erste Adresse für alle Frauen, die sich in der Ortsgruppe des Sozialverbandes in Hecklingen regelmäßig treffen. Als Frauensprecherin widmet sich die gelernte Lehrerin den Anliegen vieler Senioren, übernimmt organisatorische Aufgaben, wenn es darum geht, Angebote zu schaffen, die die Damen interessieren. Es wurde schon zusammen getanzt und verreist. Seitdem die Hecklingerin im Ruhestand ist, widmet sie ihre Freizeit dem Ehrenamt. Sehr gern, wie sie sagt.

Eingespieltes Team

Das hat sich im Laufe der Zeit nicht geändert. Seit mehr als zehn Jahren ist sie eifrig dabei, ihren Mann zu unterstützen. Sie war es, die ihm 2002 zuredete, den Vorsitz der Ortsgruppe zu übernehmen. Mittlerweile ist das Ehepaar in allen organisatorischen Fragen ein eingespieltes Team. Die Mehrzahl der Mitglieder sind Frauen und hier kommt wieder Elisabeth Meyer ins Spiel. Geboren wurde sie 1939 in Staßfurt. Seit 1961 lebt Elisabeth Meyer aber in Hecklingen im Elternhaus ihres Mannes, den sie vor 57 Jahren heiratete.

Damals arbeitete sie im Fernsehgerätewerk in Staßfurt. Sie prüfte die Technik und kann sich noch sehr gut an die Tätigkeit erinnern. Und dann berichtet sie, dass es sogar mal dazu kam, dass sie keinen Lohn erhielt, weil sie jemandem half, und daher selbst ihre Arbeit nicht schaffte. Trotzdem hat sie nur gute Erinnerungen: „Es war eine sehr schöne Zeit“, sagt sie mit Überzeugung in der Stimme. Auch wenn sie im Zwei-Schicht-System arbeitete, denkt sie gern an die Jahre 1953 bis 1964 zurück. In der Zeit absolviert sie im Fernsehgerätewerk auch eine Lehre in der Produktion, doch danach kam es zu einer Veränderung, auch wegen der Familie.

Früher unterrichtet

Elisabteh Meyer studierte von 1964 bis 1967 am Lehrerinstitut in Staßfurt und unterrichtete von 1967 an der Grundschule in Hecklingen. Sie arbeitete dort bis 1997, dann ging sie in Ruhestand. Danach kam die Zeit als Frauensprecherin im Sozialverband, daran hat sich bis zum heutigen Tag für die 79-Jährige nichts geändet.

„So lange wie wir es gesundheitlich noch können, wollen wir weiter machen“, sagt sie das auch stellvertretend für ihren Mann. Spricht man sie darauf an, was in ihrem Wohnort schön ist, verbreiten ihre Worte kaum Zuversicht. Viele Vereine hätten zu knabbern, sinkende Mitgliederzahlen. „Man kann hinschauen, wo man will“, ist Elisabeth Meyer eher nachdenklich eingestellt. Das ruht aber auch auf ihrem Wissen, dass es nicht einfach ist, wie sie sagt, neue Leute zu begeistern.

Viele der Senioren im Sozialverband seien so alt wie sie selbst. „Es gibt überall Probleme, wo man hinschaut“, sagt sie. „Es ist eben nicht einfach, Angebote offen zu halten.“ Umso erfreuter sei der Sozialverband jetzt, ein weiteres Domizil im Stadtschloss und viele weitere Partner und Freunde gefunden zu haben.