Staßfurt l Der Diebstahl des 17 Tonnen schweren Findlings aus der Feldmark bei Bottmersdorf (Börde) ist aufgeklärt. Wie die Polizei gestern mitteilte, hat sich am Donnerstag ein 45-jähriger Mann aus Staßfurt   im Revier seiner Heimatstadt gemeldet und den Beamten erklärt, dass er das Naturdenkmal „an sich genommen hat“. Wie der Mann den aus der Eiszeit stammenden Felsbrocken vom Acker bei Bottmersdorf nach Staßfurt transportiert hat, bliebt zunächst unklar.

„Offenbar war der Mann  davon ausgegangen, dass der Stein niemandem gehört und in seinem Vorgarten besser aufgehoben ist“, vermutete Marco Kopitz, Sprecher des Polizeireviers des Salzlandkreises in Staßfurt. Er habe dann am Donnerstag in der Volksstimme gelesen, dass der Bottmersdorf Landwirt Werner Arndt, auf desse Acker der Findling lag, eine Strafanzeige wegen des Diebstahls des Naturdenkmals bei der Polizei erstattet hatte. Daraufhin gab der Staßfurter bei der Polizei eine Selbstanzeige auf, um womöglich die Höhe der zu erwartenden Strafe zu mildern.

Er hatte sich den Findling für Dekorationszwecke vor seinem Gebäude ausgesucht und nicht daran gedacht, dass die Entnahme eines Steins eine Straftat darstellen würde“, sagte Matthias Lütkemüller, Sprecher des Polizeireviers Börde in Haldensleben. Ihm sei nicht bewusst gewesen, dass es sich um ein Naturdenkmal handele. Noch sei nicht geklärt, wie der Findling seinen Weg zurück zu seinem jahrhunderte alten Liegeplatz in der Börde findet. „Wir hoffen, dass dies vom Liebhaber des Steins als Teil reumütiger Wiedergutmachung in Auftrag gegeben wird. Holen konnte er ihn schließlich auch“, sagte Lütkemüller.

„Es ist sehr schön, dass der Stein wieder aufgetaucht ist“, freute sich der Bottmersdorfer Werner Arndt sichtlich überrascht vom schnellen Erfolg der Fahndung nach dem Findling.

Der Findling wurde bereits 1939 unter Schutz gestellt und in die Liste der Naturdenkmäler aufgenommen.