Staßfurt l Bis zum Jahr 2043 kommt das Trinkwasser für Staßfurt und Teile der Region aus der Colbitz-Letzlinger Heide, dem Westfläming und über Fernwasserbezüge aus dem Harz. Lieferant für den WAZV bleibt wie seit 2000 die TWM Magdeburg. Die „Bode-Wipper“- Verbandsversammlung hat die Entscheidung getroffen, dass der Vertrag zwischen beiden Partnern verlängert wird. WAZV-Chef Andreas Beyer und TWM-Geschäftsführer Alexander Ruhland haben jetzt einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet. „In Zeiten steigender Kosten, Verknappung von Ressourcen und des demografischen Wandels ist dieser Vertrag ein Stück beidseitiger Sicherheit“, sagt Andreas Beyer. Denn der WAZV profitiere nicht nur vom Trinkwasser ausgewiesener Qualität, sondern auch von der Infrastruktur der TWM. „Der Blick in das Netz zeigt: Der Großversorger liefert sein Wasser nahezu frei Haus in jeden Ort unseres Gebietes.“ Ausnahmen seien Hakeborn, Förderstedt und Borne. Ansonsten gingen die großen 600er- oder 400er-Leitungen aus Richtung Magdeburg kommend direkt in die Orte. „Um diese Anlagen müssen wir uns jetzt nicht kümmern und auch in den nächsten 25 Jahren nicht“, so Andreas Beyer.

Infrastruktur

Der Vorteil, mit dem Wasser auch das Netz nutzen zu können, sei ein Grund gewesen, am Vertrag mit der TWM festzuhalten. Hätte man sich einen anderen Anbieter gesucht, müsste man die Orte trinkwasserseitig selbst erschließen. „Das hätte ein Investitionsvolumen von rund 40 Millionen Euro bedeutet.“ So zahle der WAZV zum eingekauften Wasser noch eine „Aufwandsentschädigung“, die weit hinter dieser Summe stehe. Auch für die TWM ist der Vertrag mit einem Vierteljahrhundert Laufzeit nützlich. Bei relativ konstantem Abnahmeverhalten durch die Kunden rund um die Salzstadt lohne sich das Vorhalten des weitverzweigten und leistungsstarken Netzes in der Zukunft, so der WAZV-Geschäftsführer, nicht ohne noch den Hinweis zu geben, dass der Staßfurter Verband am Magdeburger Versorger beteiligt ist und als Gesellschafter in den Gremien Mitbestimmungsrecht habe.

Qualität

„Bode-Wipper“ kauft jährlich rund 2,75 Millionen Kubikmeter Trinkwasser ein. „Es zeichnet sich durch seine hervorragende Güte aus.“ Das Wasser weise keine Nitrate auf, sei bakteriologisch einwandfrei und ungechlort. Die Einhaltung der laut Trinkwasserverordnung vorgegebenen Parameter habe höchste Priorität. Um diesen Ansprüchen zu genügen, würden in regelmäßigen Abständen Kontrollen durch ein Labor durchgeführt. Parallel dazu prüfen auch das Gesundheitsamt des Salzlandkreises sowie die Städte und Gemeinden das Wasser.

Andreas Beyer sagt, dass der WAZV sein Versorgungsgebiet mit Trinkwasser zu 100 Prozent erschlossen habe. „Wir verfügen über rund 380 Kilometer Kanäle für Trinkwasser.“ Die 24-Stunden-Bereitschaft des WAZV gewährleiste die Versorgungssicherheit. Investitionen in das Rohrnetz führe der Verband im Zusammenhang mit Straßenausbauarbeiten durch. Erneuerungen würden darüber hinaus vorgenommen, um die Versorgung und den Versorgungsdruck sicher zu stellen.