Schneidlingen l Das Gebäude musste im vergangenen Jahr nach einer Begutachtung aus Sicherheitsgründen von der Stadt vorübergehend gesperrt werden. Angezeigte Mängel sind mittlerweile behoben. Die Bemühungen um den Erhalt gehen jetzt nach der Wiedereröffnung weiter. In der vergangenen Woche wurden in den Winterferien neue Fenster eingebaut.

Das Geld dafür hatte ein Spendenlauf eingebracht. Schüler, Lehrer und Eltern der Sekundarschule „Leben lernen“, die die Halle zum Sportunterricht nutzt, sowie Schneidlinger Bürger hatten sich dafür mächtig ins Zeug gelegt. Rund 7000 Euro kamen zusammen. „Ein bisschen mehr als die Hälfte davon wurde für die neuen Fenster verbaut“, kann Ortsbürgermeister Martin Zimmermann (parteilos) auf Nachfrage mitteilen und weitere Maßnahmen ankündigen, die geplant sind.

Hier hat er vor allem die Sanitäranlagen im Blick. Denn in den Waschräumen riecht es übel. Woher kommt der Gestank? „Wahrscheinlich kommt das von den Bodenabläufen“, sagt Zimmermann. Er erklärt, dass in dieser Angelegenheit mit einer Sanitärfirma gesprochen wurde, um zu schauen, was dagegen unternommen werden kann. Wenn das erledigt sei, wolle man schauen, die Türen der Umkleidekabinen zu erneuern. Sie seien über die Jahre durch Vandalismus kaputt gegangen. „Und wenn das durch ist, sollen die Kabinen noch neu gestrichen werden. So ist der Plan“, kündigte Zimmermann an. Man wolle versuchen, die Maßnahmen in den Ferien stattfinden zu lassen, um den Betrieb während des Unterrichts nicht zu stören, sagte er. Die nächste Baustelle im Bereich der Sanitäranlagen soll demnach in den Osterferien eröffnet werden.

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Zimmermann ist es wichtig, die Nutzung der städtischen Halle weiter voran zu bringen. Neben der privaten Sekundarschule wird das Gebäude auch von Mitgliedern des Schneidlinger Sportvereins Fortuna genutzt. Vor allem für die Frauen einer Fitnessgruppe, die dort mit Trampolinen üben, ist sie ein Zuhause, wenn trainiert wird. Aber auch andere Bürger können sich dort treffen, um Sport zu machen.

Der neu gegründete Verein „Hecklingen gemeinsam Zukunft gestalten“ hatte kürzlich auf seiner Facebook-Seite dazu aufgerufen, die Halle zu nutzen und dafür eine Gebühr an den Verein zu zahlen.

„Das geht so nicht“, sagte Hecklingens Bürgermeister Uwe Epperlein (Wählergemeinschaft Hecklingen) während der vergangenen Stadtratssitzung. Eine Mitarbeiterin aus seinem Haus habe ihn auf den Facebook-Aufruf aufmerksam gemacht. Epperlein verlas ihn öffentlich und verwies danach darauf, dass die Halle der Stadt gehört. „Vertragspartner ist die Stadt Hecklingen. Die Halle kann über den Verein nicht untervermietet werden.“ Epperlein sagte, dass er nur auf den rechtlichen Rahmen hinweisen will.

Martin Zimmermann, der auch Mitglied der SPD-Fraktion im Stadtrat ist, und zu den Gründern des Vereins zählt, erklärte darauf, dass dieser Aufruf einzig dazu dienen sollte, neue Leute für die Halle zu gewinnen, die sie nutzen. Angesichts der finanziell schwierigen Lage der Stadt sei es nur von Vorteil zu zeigen, dass die kommunalen Einrichtungen auch ausgelastet sind. Und das habe man bezwecken wollen.

Die Halle wurde nach ihrer plötzlichen Sperrung im Sommer unter anderem mit neuen Prallschutzwänden auch mit großer Unterstützung helfender Sponsoren ausgestattet. Vorher hatte ein Gutachter Gefahrenstellen attestiert, die behoben wurden. Im Herbst des vergangenen Jahres konnte das Haus wieder geöffnet werden.

Wer sich für die Sporthalle interessiert, schaut in die Nutzungs- und Gebührensatzung der Stadt Hecklingen (www.stadt-hecklingen.de/Verwaltung/Satzungen).

Darin ist unter anderem geregelt, dass die Halle nur mit Erlaubnis der Stadt genutzt werden darf. Das muss schriftlich beantragt werden. Auch Nutzungszeiten sind in dem Regelwerk festgeschrieben.

Danach kann die Schneidlinger Halle montags bis sonnabends von 7.30 Uhr bis 22 Uhr genutzt werden. In Schneidlingen werden pro Nutzungsstunde der Satzung entsprechend 7,89 Euro fällig. Sportvereine zahlen 6,36 Euro und Kinder unter 18 Jahre 3,18 Euro.

Bei der Nutzung werden unter anderem Vereine, Schulen, Kindergruppen und Feuerwehren bevorzugt berücksichtigt.