Brumby/Üllnitz l Das geht aus einer Antwort der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt hervor, die in dem Bereich für die Radwege an den Landesstraßen verantwortlich ist.

Da aktuell die Ortsumgehung Brumby gebaut wird, hatte sich die Landesstraßenbaubehörde entschlossen, gleich einen neuen Radweg an der Stelle mit zu errichten. Das erklärt Stefan Hörold, Regionalbereichsleiter der Landesstraßenbaubehörde, auf Anfrage.

Radweg unter A14

Bereits mit dem Bau der A14 wurde ein Radweg unter der Autobahnbrücke angelegt, der nur den Bereich um die Brücke umfasst.

Das fehlende Stück Radweg von der Autobahnbrücke bis zum Ortseingang - also am neuen Autohof vorbei - wird jetzt gerade vorbereitet und soll laut Stefan Hörold „bis Dezember 2018 hergestellt“ sein. Dieser neue Radweg soll zunächst an der neuen Trasse zur Ortsumgehung entlanglaufen und im Ort in die alte Landesstraße, sprich Hauptstraße, münden. Damit ist die Strecke zwischen Autobahnbrücke und Brumby auch für Radfahrer erschlossen.

Beide Maßnahmen wurden vorgezogen. Denn eigentlich sieht es die Planung des Landes Sachsen-Anhalt vor, dass der Bereich Üllnitz-Brumby erst ab 2030 in Betracht kommt.

Eigentlich erst nach 2030

So wird es sich mit dem Stück zwischen Üllnitz und Autobahnbrücke verhalten. „Der Lückenschluss zwischen A 14 und Üllnitz wird aufgrund der Bewertung des Landesradwegeverkehrsplanes dann nach 2030 realisiert“, erklärt Stefan Hörold.

Denn dieses Stück Radweg wurde vom Land als weniger „wichtig“ eingestuft. Genauer wurde bei „der Fortschreibung der Radwegebedarfspläne“ in den Jahren 2015/2016 der „Abschnitt Üllnitz bis Brumby im Zuge der L63 in den weiteren Bedarf eingeordnet“. Das Ergebnis der Fortschreibung ist eine Prioritätenreihung der Radwegevorhaben anhand eines landesweit einheitlichen Bewertungsverfahrens.

Für solche Abschnitte ist der Radwegebau nicht so dringend erforderlich wie bei Radwegelücken in anderen Kommunen Sachsen-Anhalts. Für diese erfolgt erst nach 2030 überhaupt ein Planungsbeginn.

Freude über Radweg Förderstedt

Die Frage, wann der Rest des Radwegs zwischen Üllnitz und Brumby erbaut wird, stellte kürzlich Peter Maier aus Brumby im Namen des Staßfurter Seniorenbeirats im Volksstimme-Gespräch. Diese Frage ergab sich aus den guten Neuigkeiten zum Thema Radwege um Staßfurt. Denn in diesem Jahr konnte die Landesstraßenbaubehörde verkünden, dass der fehlende Radweg zwischen Staßfurt und Förderstedt endlich erbaut wird. Sehr zur Freude von Stadt, Kommunalpolitik und der Bürgerinitiative Förderstedt, die dieses Radweg jahrelang eingefordert haben.„Diese Nachricht haben auch wir mit Freude im Seniorenbeirat aufgenommen“, erklärte Peter Maier.

Allerdings soll ist für den Radfahrer in Förderstedt die Welt ja nicht zu Ende. Hat man als Radfahrer Förderstedt auf der Hauptstraße passiert, folgt ein gut ausgebauter Radweg nach Üllnitz, der direkt neben der Landesstraße entlangführt. In Üllnitz und dann zwischen Üllnitz und Brumby muss sich der Radfahrer zu Pkw und Lkw auf die vielbefahrene Straße gesellen.