Staßfurt l Das Bewusstsein darüber, dass Finanzausstattung und Nachwuchssorgen die größten Probleme der Vereine sind, das hatte der Fachdienst bereits Ende Oktober des vergangenen Jahres in seinem Anschreiben zur Umfrage dargestellt. Auch dass die Möglichkeiten der Stadt, diesbezüglich etwas zu ändern, sehr begrenzt sind.

Was aber an Dienstleistung erwartet wird und wie die Vereine sie bewerten, wollte die Verwaltung hauptsächlich wissen. Immerhin kamen 29 der an 116 Vereine verschickten Fragebögen ausgefüllt zum Fachdienst zurück. Gartenvereine wurden nicht beteiligt.

Fachdienstleiterin Ina Siebert kann jetzt nach der erfolgten Auswertung erfreut feststellen: Mit der Freundlichkeit und Kompetenz ihrer Mitarbeiter sowie den Bearbeitungsfristen sind die Vereine überwiegend zufrieden. Die anonymisierte Auswertung ergab dabei, dass knapp 60 Pro-zent die Freundlichkeit mit dem höchsten von vier Prädikatstufen bewerteten, fast ebenso hoch war die Bewertung der Kompetenz der Mitarbeiter.

Finanzielle Unterstützung fehlt

Die Befragung in sechs Themenkomplexen ergab unter anderem auch, dass 15 der 29 Vereine Räumlichkeiten, Einrichtungen oder Freiflächen der Stadt nutzen. Ob sie wissen, an wen in der Verwaltung sie sich bei Fragen wenden müssen, bejahen 25 Vereine.

Nur vier der 29 antwortenden Vereine erhalten eine finanzielle Unterstützung. Und in diesem Fragenkomplex liegt die schlechteste Benotung.

„Während die indirekte Unterstützung noch als teilweise zufriedenstellend dargestellt wird, erreicht die Auswertung der Befragung nach der direkten finanziellen Unterstützung seitens der Stadt die schlechteste Bewertung aller Fragen mit 1,82 Punkten vom Maximum 4 Punkte“, heißt es in der Auswertung.

Ina Siebert geht angesichts der aktuellen Haushaltslage – genauer wegen der mittlerweile verhängten Haushaltssperre – davon aus, dass in absehbarer Zeit in Fachausschüssen oder Stadtrat nicht über finanzielle Zuschüsse für Vereine diskutiert werde.

Noch weitgehend zufrieden sind die Vereine mit der Sauberkeit der Räumlichkeiten und Außenanlagen.

Fehlende Hausmeister

Etwas mehr Unzufriedenheit herrscht derweil bei der Unterhaltung derselben. Die Fachdienstleiterin interpretiert diese Erkenntnis so: „Negative Bewertungen gab es überwiegend von den Vereinen, in deren Objekten überhaupt keine Hausmeister vorgesehen sind. Bei den anderen lag die Bewertung im positiven Bereich.“ Nicht in allen Objekten könne die Stadt Hausmeister vorhalten.

Die Publikation des jährlichen Veranstaltungskalenders durch die Verwaltung sehen viele Vereine als zweckmäßig und hilfreich.

Verbesserungswürdig stellt sich entsprechend der Befragung die Präsentation der Vereine sowie deren Umfang und Inhalt auf der Homepage der Stadt dar. Die Frage, ob eine bessere Präsenz auf der Homepage oder regelmäßige Veröffentlichungen auf der Homepage die Wirksamkeit der Vereine verbessern würden, verneint die Mehrheit allerdings wiederum.

Der Fachdienst Schule, Jugend und Kultur wollte auch wissen, ob Bedarf an regelmäßigen Treffen oder Treffen nach Bedarf bestehe. Regelmäßige Treffen werden mehrheitlich eher nicht gewünscht. Auch der Wunsch nach Treffen der Vereine nach Bedarf ist eher verhalten.