Staßfurt l „Hier ist ein echtes Schmuckstück entstanden“, sagt Oberbürgermeister Sven Wagner. „Ich hoffe, dass der neugestaltete Kirchplatz die beste Würdigung erhält, den ein solcher Platz nur erfahren kann: Nämlich den Zuspruch der Leopoldshaller.“ Nach einer Bauzeit von insgesamt vier Jahren in mehreren Abschnitten hat der Staßfurter Stadtchef das neu gestaltete Areal am Sonnabend offiziell der Öffentlichkeit übergeben. Den Rahmen dafür bot das 140-jährige Kirchweihjubiläum der Leopoldshaller Johanniskirche.

Sven Wagner sagt, dass die Umgestaltung des Kirchplatzes als Initial für die weitere städtebauliche Aufwertung Leopoldshall zu sehen sei. Die Stadt arbeite schrittweise daran, momentan laufen Bauarbeiten am Jahnplatz und geplant sind weitere in der Bindemannstraße (Volksstimme berichtete). Seitens der Verwaltung lege man viel Wert auf die Entwicklung und forciere sie mit entsprechenden Planungen, Bauarbeiten und in der Untersetzung mit Fördermitteln.

Ein Anfang, der wichtig wurde. Gemeinsam mit Leopoldshall machen die „Stadt-Teile“ Alt-Staßfurt und Staßfurt-Mitte die Innenstadt in ihrer jetzigen Gestalt aus. „Alt-Staßfurt und Staßfurt-Mitte wurden bisher aufgrund ihrer städtebaulichen Missstände mit Unterstützung durch Fördermittel aus den Bereichen städtebaulicher Eintwicklungsmaßnahmen und Stadtumbau Ost aufgewertet“, so der OB. Leopoldshall solle nun folgen.

Wieder gebe es dafür viele Zuwendungen seitens des Landes (grüner Kasten). Im Quartier zielen die Umgestaltungsmaßnahmen besonders darauf ab, der älter werdenden Gesellschaft gerecht zu werden, gleichzeitig aber Begegnung der Generationen zu schaffen. Der Kirchplatz zeigt das beispielhaft. „Die Umgestaltung hatte zum Ziel, vorhandene Wegebeziehungen zu den angrenzenden Straßenräumen, zur Uhland-Grundschule und den sozialen Einrichtungen sowie Grünflächen unter Beachtung historischer und denkmalpflegerischer Aspekte aufzuwerten und einen barrierefreien Zugang zur Kirche zu schaffen.“ Die Platzfläche sei durch die Ausstattung mit seniorengerechten Bänken vervollständigt worden, so der Stadtchef.

Sven Wagner dankte allen Beteiligten für Planung und Bauarbeiten und bittet die Anrainer, immer ein Auge auf das schöne Areal zu haben. „Der Platz möge allen Ruhe, Erholung und Entspannung bieten und dabei immer vor Vandalismus und Zerstörung bewahrt bleiben.“

Informationen

Der Kirchplatz in Leopoldshall ist seit 2012 in drei Bauabschnitten neu gestaltet worden. Die Stadt hat dafür rund eine halbe Million Euro investiert.

Erster Bauabschnitt:

Beginn am 8. Oktober 2012 

Fertigstellung am 7. Mai 2013

Die Kosten für diesen Abschnitt belaufen sich auf 127 300 Euro. Davon sind 84 8667 Euro Fördermittel. Der Eigenanteil der Stadt liegt bei 42 434 Euro.

Zweiter Bauabschnitt:

Beginn am 2. November 2013

Fertigstellung am 14. Juli 2014

262 700 Euro haben die Arbeiten dieses Bauabschnitts gekostet. 171 134 Euro davon kamen von Bund und Land, 87 567 Euro hat die Stadt aufgebracht.

Dritter Bauabschnitt

Beginn am 9. November 2015

Bauende am 8. Juni 2016

Dieser Teil hat 236 000 gekostet. 157 333 Euro wurden gefördert. 78 667 Euro machten den Eigenanteil der Stadt aus.

 

Die Förderung erfolgt aus dem Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" - das Landesverwaltungsamt hat die Planungen geprüft und die Mittel freigegeben.

 

Bei den Bauarbeiten und Vorbereitungen samt Planungen waren nach Ausschreibung regionale Unternehmen in allen drei Bauabschnitten beteiligt. Die Büros und Baufirmen kommen aus Staßfurt, Unseburg und Barby/Groß Rosenburg.