Staßfurt l Mit einer Überraschung wartet die Handwerker-Handel Gilde Staßfurt auf: Als gemeinnütziger Verein, der erst seit eineinhalb Jahren existiert, fördert die Unternehmervereinigung jetzt ein junges Talent aus Staßfurt - Felix Kruse, der erfolgreiche Karatesportler.

Der 21-jährige Staßfurter erhält eine Förderung von 500 Euro, um in sein Training und in die Jugendarbeit, die er selbst schon betreibt, zu investieren.

Verein als Sponsor

„Wir haben als Gilde schon viele Sponsoren gefunden. Eigentlich wollten wir selbst nicht als Sponsor auftreten, aber manchmal ergibt es sich so im Leben“, sagt Carmen Neugebauer-Zimmermann, Vorsitzende der Gilde. Mit der Förderung des jungen Mannes wollen die Gildemitglieder ein Zeichen setzen - die junge Generation unterstützen, positiv in die Zukunft gehen, Erfolge feiern und als Unternehmer Vorbild sein. Die Vorsitzende erklärt: „Junge Menschen wandern ab, das ist ein Problem. Wir müssen sie unterstützen, ihnen zeigen, dass sie in ihrer Heimat wichtig sind und hierbleiben sollen.“

Die Geschichte des jungen Sportlers habe sie unheimlich berührt, sagt sie. „Jede Mutter würde sagen ‚Was für ein tolles Kind!‘“.

Felix Kurse hat mit seinen 21 Jahren eine unglaubliche Karriere im Karate hinter sich. In Welsleben 1997 geboren, wollte er mit drei Jahren mit dem Sport anfangen, wurde aber wegen seines jungen Alters überall abgewiesen.

Rasante Sportlerkarriere

Als sich 2003 die Sport- und Karateschule gründete und er noch auf das Staßfurter Gymnasium ging, konnte er mit sechs Jahren endlich starten. Später perfektionierte er seine Technik bei seinem Lehrer Michel Olschewski an der Sport- und Karateschule und trat mit elf Jahren bei den ersten Wettkämpfen an.

Mit zwölf Jahren war Felix Kruse schon Landesmeister Sachsen-Anhalts in seiner Klasse. Mit 14 Jahren landete er bei den deutschen Schülermeisterschaften auf Platz 3. Seitdem gewann er bei europäischen Wettbewerben und bei den deutschen Meisterschaften vordere Plätze.

Mit 20 Jahren, 2017, wurde er deutscher Meister in der U21-Klasse und kam im Kader des Bundestrainers bei den Weltmeisterschaften in diesem Jahr bis zur ersten Runde.

Neben seinem eigenen Training betreut er an der Sport- und Karateschule Staßfurt als Trainer Kinder, die Karate als Wettkampfsport betreiben.

Arbeit der Gilde

Seine Förderung durch die Gilde ist etwas Besonderes, denn die Gilde ist ein eingetragener Verein und finanziert sich auch nur aus Mitgliedsbeiträgen und Spendengeldern. Erst bei der letzten Versammlung überreichten Stadtwerke Staßfurt und Volksbank Börde-Bernburg Schecks über 800 beziehungsweise 400 Euro, damit die Gilde arbeiten kann.

Denn einige Investitionen muss auch der Verein tätigen, zum Beispiel für Öffentlichkeitsarbeit. Neu ist jetzt ein eigener Werbeaufsteller, mit dem sich die Gilde in Zukunft, zum Beispiel beim Studien- und Berufsorientierungstag SBOT in Staßfurt, präsentieren wird. Den zwei Meter breiten, dreidimensionalen Aufsteller hat Fotograf Lutz Krüger als Werbewand mit dem Logo der Gilde und den Firmenlogos aller Gildemitglieder gestaltet.

Oberbürgermeister Sven Wagner lobt die Gilde stets: „Sie hat sich als Plattform für Unternehmer unserer Stadt etabliert und der Verein entwickelt sich kontinuierlich nach vorn.“