Staßfurt l „Familienfreundlicher Sportverein“ - diese Auszeichnung des Landessportbundes ehrt die Staßfurter Sport- und Karateschule. Der Chefsportler in Sachsen-Anhalt, Andreas Silbersack, war am Sonnabend auf Einladung von Landtagsmitglied Johann Hauser zu Gast. Er konnte sich dabei ein Bild von der vielfältigen Arbeit des breit aufgestellten Vereins machen. Der bietet nicht nur das klassische Karate an, sondern auch Senioren- und Kindersport, Turnen, Body Workout und Cardiofit an. Die Palette reicht also vom Kampfsport über Muskelstärkung bis hin zur Ausdauer.

Dabei dürfen sich alle Alterklassen angesprochen fühlen. „Das Hervorragende ist hier, dass der Jugendbereich so großartig ausgebaut ist“, lobt der Präsident. In der Sport- und Karateschule gehen 200 Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis 18 Jahren ihrem Hobby nach. Es gibt insgesamt 360 Mitglieder. „Außerdem“, so Andreas Silbersack, „funktioniert die Anbindung Schule und Verein gut.“ In den Zeiten eines Überangebots an Freizeitangeboten sei es wichtig, dass sich der Sport für Kinder als attraktiv darstelle und die Vereinsangebote wahrgenommen würden, so Andreas Silbersack. Das alles geschehe in Staßfurt „wie aus sich selbst heraus, einfach weil die Akteure es wollen“.

Der Besuch in Staßfurt passte gut. Der Hauptausschuss des Landessportbundes tagte am Sonnabend im Staßfurter Schiff. In der Sport- und Karateschule war Lehrgangswochenende (Der Lokalsport berichtet in einer der nächsten Ausgaben). Referent dabei ist unter anderem Alexander Löwe, Präsident des Landesverbandes Karate in Sachsen-Anhalt, gewesen. 130 Teilnehmer nutzen das Angebot. Die Resonanz begeistert auch Andreas Silbersack: „Staßfurt und Ballenstedt sind nicht umsonst die Karate-Hochburgen in Sachsen-Anhalt. Und, das darf nicht vergessen werden, hier ist ein Landesleistungsstützpunkt.“ Es sei gut zu sehen, dass dieser Punkt ausstrahle, meint der Präsident.

So aufgestellt, sagt Andreas Silbersack, sei die Sport- und Karateschule ein beispielhafter Verein, ein wichtiger Baustein für den organisierten Sport in Sachsen-Anhalt und damit nicht zuletzt für die Gesellschaft.

Diesen Gedanken greift auch Johann Hauser auf, der das Treffen vermittelt hatte. Er macht deutlich, dass der Verein ganz aus sich selbst heraus und seinem Ehrenamt lebe. „Hier gibt es keinerlei kommunale Unterstützung.“ Als umso bedeutungsvoller sei deshalb seine wichtige verbindende Arbeit einzuschätzen. Johann Hauser erinnert an das Engagement der Sport- und Karateschule in Gewaltpräventionsprogrammen für Kinder. „Die schrecklichen Ereignisse in Paris an diesem Wochenende haben es gezeigt, wie nötig Gemeinschaft und Integration bleiben. Hier ist es für die Sportler Lebensaufgabe.“