Atzendorf l Schritt für Schritt kommen die Bauarbeiter am und im Sportlerheim der ZLG Atzendorf voran. Ende Dezember war der Startschuss für den zweiten Bauabschnitt. Die Fortschritte sind offensichtlich. „Alle beteiligten Handwerker liegen im Plan und bringen sich in die Baumaßnahme mit viel Fleiß ein“, teilt der Vereinsvorsitzende Günter Döbbel mit. „Im Jugendraum und der neuen WC-Anlage ist der erweiterte Rohbau mit Dach, Fenster und Türen, Rohinstallationen, Heizung und Sanitär, Elektroanlage, sowie Innenputz abgeschlossen.“ Nach der Trocknung des Innenputzes haben die Fliesenarbeiten begonnen, im Anschluss folgen die Malerarbeiten und die Montage der Decken.

Knapp 120 000 Euro werden bei der jetzigen Maßnahme verbaut. Vereinsmittel sind dafür nicht nötig. 26 000 Euro kommen von der Stadt, weil eine städtische Teilnutzung des Vereinsheims vorgesehen ist, der Rest kommt aus dem ELER-Programm, also dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums. In dieser Maßnahme wird ein neuer Jugendraum errichtet, dazu eine neue WC-Anlage. Zudem wird ein barrierefreier Zugang zur Sportlerklause errichtet.

Für Ende April und Anfang Mai sind die Montagen der Sanitär- und Elektroanlage, sowie die Verlegung des Bodenbelags im Jugendraum geplant. Dieser hat eine Größe von vier Mal 6,5 Meter und wird ab August einen neuen städtischen Jugendclub beheimaten. So der Zeitplan. „Den Plan, in Atzendorf einen Jugendraum zu installieren, gibt es schon seit langer Zeit. Da hatte schon meine Vorgängerin viel Zeit in die Planungen investiert“, sagt Stadtjugendpflegerin Jessica Krengel-Lienau.

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Über drei Jahre kein Jugendclub

Über drei Jahre fehlte Atzendorf ein Jugendclub. „Die Jugendlichen hängen an der Parkbank am Sportplatz und am Teich herum, machen dort Party“, erzählt Döbbel. „Wir wollen diesen eine neue Chance geben, sich auch kreativ einzubringen.“ Am 7. Mai um 17 Uhr wird es eine erste öffentliche Besprechung im neuen Jugendraum geben. Die Jugendlichen dürfen dann erstmals reinschnuppern, ihr Interesse oder Probleme kundtun. Auch die Verwaltung wird vor Ort sein, danach soll auch erst darüber gesprochen werden, wie viele Tage in der Woche und zu welchen Uhrzeiten dieser geöffnet werden kann.

Zum Konzept „Sport- und Begegnungsstätte gehört dann auch die Nutzung der Sportanlagen. Das Vereinsheim kann zudem auch für alle Bürger gemietet werden, auch andere Vereine aus dem Dorf können das Vereinsheim als Begegnungsstätte nutzen. Um modernen Anforderungen gerecht zu werden wird es einen neuen barrierefreien Eingang zur Straße „Am Teich“ geben. Bisher erfolgte der Zugang ausschließlich über den Eingang auf dem Vereinsgelände. „Der neue Eingang ist ebenfalls im Rohbau inclusive Dach fertig. Trinkwasser- und Abwasseranschlüsse sind umgelegt und in einem neuen Zählerschacht installiert“, so Döbbel.

Derzeit werden Fenster und Türen eingesetzt, damit der Durchgang zum großen Gastraum hergestellt werden kann. „Parallel wird die Rohinstallation für die Elektroanlage und Heizungsanlage durchgeführt und der Innenputz hergestellt. Nach ausreichender Trocknungszeit sind für Mai die Decken-, Bodenbelags- sowie die Malerarbeiten geplant.“

Im Mai sollen dann also alle Arbeiten abgeschlossen sein. Dabei gibt es ein neues Nutzungskonzept für die Klause. Die alten Pächter waren Ende 2018 in den Ruhestand gegangen, Nachfolger fand der Verein nicht. Also betreibt die ZLG Atzendorf die Gaststätte seit dem 1. April selbst, die Vereinbarung gilt für fünf Jahre. Dabei handelt es sich um eine sogenannte „Bedarfsgastronomie“, wie Döbbel sagt. Heißt also: Durchgehende Öffnungszeiten gibt es nicht. Wenn aber bei Festen oder Fußballspielen eine Versorgung gewünscht und gebraucht wird, dann wird diese sichergestellt. Eine vom Jobcenter geförderte Arbeitskraft übernimmt das.

Weitere Arbeiten geplant

Mit dem Umbau des Vereinsheims sind die Arbeiten auf dem Gelände noch nicht abgeschlossen. So wird am Kassenhäuschen ein fünf Mal fünf Meter großes Mehrzweckgebäude geplant, das als Organisationsbüro und Umkleide für die Schiedsrichter dienen soll. „Die Bauanträge laufen“, so Döbbel. Im September soll der Förderantrag eingereicht werden. Im gleichen Atemzug sollen die Lichtanlagen am Sportplatz auf LED umgerüstet werden. Günter Döbbel rechnet mit einem Baubeginn im Frühjahr 2020.

Im vierten Baubabschnitt ist dann eine Restwärmedämmung am Vereinsheim geplant, der fünfte Bauabschnitt beschäftigt sich mit der Rasenplatzsanierung, dazu soll die Tartanbahn aufgehübscht werden. Hier liegen die Planungen aber noch in den Kinderschuhen.