Unseburg/Wolmirsleben l Die beteiligten Gemeinden haben den gesamten rund 2,95 Kilometer langen Feldweg auf einer Breite von 3,50 Meter ausbauen und mit einer Asphaltdecke versehen lassen. Hinzu kamen noch beidseitig Bankette mit einer Breite von jeweils 0,75 Meter.

Das Vorhaben wurde vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten mit 75 Prozent gefördert. Die Gesamtkosten gab Bauplaner Ludwig Koslowski aus Staßfurt mit rund 534.000 Euro an.

Den ersten Bauabschnitt mit einer Länge von 1,35 Kilometer hatte die Gemeinde Borne im vergangenen Jahr in ihrer Gemarkung für rund 254.000 Euro komplett erneuern lassen.

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Schlimmer Zustand

Für den zweiten Bauabschnitt, der in der Gemarkung Unseburg einen Kilometer umfasste und in der Feldflur von Wolmirsleben 600 Meter handelte es sich um eine Gemeinschaftsmaßnahme der Gemeinden Wolmirsleben und Bördeaue, für die letztere die Verantwortung übernommen hatte. Der Ausbau wurde im Frühjahr in Angriff genommen und kostete etwa rund 280.000 Euro.

Der zweite Abschnitt war in einem ruinösen Zustand. Die alte Straße war total ausgefahren und wies zahlreiche Löcher auf. Dort war das letzte Mal im Jahr 1992 etwas getan worden. Die bauausführende Firma aus Edlau (Stadt Könnern) verwandelte die alte Piste in einen glatten landwirtschaftlichen Weg mit sieben Ausweichstellen zuzüglich Ackerzufahrten, so dass sich zwei Landwirtschaftsfahrzeuge dort begegnen können.

Jetzt können die Radfahrer von Borne bequem bis zum Naherholungszentrum „Großer Schachtsee“ Wolmirsleben radeln ohne sich in den gefährlichen Straßenverkehr begeben zu müssen. Der Wolmirslebener Gemeinderat würde es gern sehen, wenn der Radweg bis nach Egeln-Nord verlängert werden könnte.

Landwirt hilft

Wie Bördeaue-Bürgermeister Peter Fries sagte, seien die Landwirte seiner Gemeinde auf ihn zugekommen und hätten ihn um einen Ausbau des maroden Feldweges gebeten. Der Unseburger Landwirt Marc Glowienka habe mitgeholfen, diese Maßnahme praktisch voranzubringen, in dem er der Baufirma Wasser zur Verfügung gestellt habe. „Wir hatten bei der Ausschreibung ein gutes Ergebnis erzielt“, sagte der Bördeaue-Bürgermeister.

Am Mittwochnachmittag konnte dort bereits die Abnahme erfolgen. Daran nahmen die beiden Bürgermeister Peter Fries und Knut Kluczka (beide CDU), Bauplaner Ludwig Koslowski, Bauamtsleiter Sascha Josuns, dessen Kollegin Ines Kuhn sowie Vertreter des Baubetriebes teil.

„Das ist ganz toll geworden. Ich bin ganz begeistert“, schätzte die Sachbearbeiterin des Bauamtes der Verbandsgemeinde, Ines Kuhn, ein. Im Herbst, so kündigte sie an, werden dort als Ausgleichsmaßnahme für den Eingriff in die Natur noch Bäume und Sträucher gepflanzt.

Darauf angesprochen, wer die Pflege des Weges übernimmt, sagte Fries: „Die Bauern sind selbst bestrebt, die Wege zu unterhalten.“ Zunächst bräuchten dort nur die Bankettbereiche gemäht werden, hieß es vor Ort.

Ob die Landwirte an den Baukosten beteiligt werden können, steht noch nicht fest, so Ines Kühn unter Hinweis auf die Entscheidung der Magdeburger Regierungskoalition die Straßenausbaubeiträge für die Grundstücksbesitzer komplett abzuschaffen.

Die Idee für diesen Wegeausbau hatte der damalige Bauamtsleiter der Egelner Mulde, Gerald Schierhorn.